Sinkende Zinsen und eine gewaltige Refinanzierungswelle verändern 2026 das Spielfeld. Während Aktien und Langläufer mehr Risiko bergen, rücken kurzlaufende US-Bond-ETFs als robuste Alternative in den Fokus.

Am US-Anleihemarkt könnte 2026 ein Wendepunkt bevorstehen – und zwar gleich aus zwei Gründen:

Zum einen wächst der politische und fiskalische Druck, die Zinsen weiter zu senken. In den kommenden zwölf Monaten laufen enorme Volumina an US-T-Bills aus, die refinanziert werden müssen.
Niedrigere Zinsen würden dem Staat diese Aufgabe erheblich erleichtern. Gleichzeitig gibt es in Teilen der Politik und an den Finanzmärkten ein klares Interesse an dauerhaft günstigen
Finanzierungskonditionen. Mit einem neuen Fed-Vorsitzenden in absehbarer Zeit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Wunsch Gehör findet.

Zum anderen darf ein Szenario nicht ausgeblendet werden, das derzeit erstaunlich selten offen diskutiert wird: eine konjunkturelle Abkühlung oder sogar eine Rezession. In einer K-förmig
verlaufenden Wirtschaft, in der einige Bereiche florieren und andere unter Druck stehen, wäre eine Zinssenkung das klassische Instrument zur Stabilisierung. Nicht um Spekulation zu befeuern,
sondern um Nachfrage und Investitionen zu stützen.


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