„Das hört man überall in der Pfalz: Es kommen weniger Besucher auf die Weihnachtsmärkte und das Konsumverhalten hat sich reduziert“, bilanziert Laura Todaro, Sprecherin der Ludwigshafener Kongress und Marketinggesellschaft (LUKOM). „Den Umständen entsprechend sind wir aber zufrieden.“ Speziell das Rahmenprogramm für Familien sei gut angekommen, aber auch das Feuerwerk. Ludwigshafen profitiere auch davon, den Weihnachtsmarkt zu haben, der als erster in Rheinland-Pfalz seine Pforten öffne.

Der erste im Land: der Ludwigshafener Weihnachtsmarkt

Weniger Besucher, weniger Umsatz auf dem Ludwigshafener Weihnachtsmarkt

‚Das Geld sitzt nicht mehr so locker‘

„Das Geld sitzt den Leuten nicht mehr so locker in der Tasche“, bilanziert auch Stefan Wemhoener, Geschäftsführer der Tourist Service GmbH Deidesheim. An den ersten beiden Adventswochenenden seien nicht so viele Besucher gekommen, das dritte Adventswochenende sei aber „super“ gelaufen.

Marktplatz in Deidesheim

Der Deidesheimer Advent

Am dritten Adventswochenende lief es gut in Deidesheim

Wenn jetzt am vierten Adventswochenende nochmal so viele Leute kämen, wie am dritten Advent, käme man auf eine durchschnittliche Bilanz, so Stefan Wemhoener. „Die Leute kommen gerne und schauen, sie lieben auch ruhige Plätze, wie den beleuchteten Schlosspark“, erklärt der Geschäftsführer der Tourist GmbH. Und auch die Angebote für Familien mit Kindern seien gefragt.

Der Weihnachtsmarkt in Speyer

Der Weihnachtsmarkt in Speyer.

In Speyer ist man zufrieden mit Besucherzahlen und Umsatz

Deutlich zufriedener zeigt man sich in Speyer. Hier läuft der Weihnachtsmarkt, der nach den Weihnachtsfeiertagen unter „Neujahrsmarkt“ firmiert, noch bis zum 6. Januar. Laut einer Pressesprecherin der Stadt berichten die Standbetreiber von vielen Besuchern und guten Umsätzen. Der Höhepunkt des diesjährigen Speyerer Weihnachtsmarktes sei die Videoinstallation am Altpörtel. Aber auch die Schlittschuhbahn sowie diverse Angebote für Kinder würden gut angenommen.

Hochpreisige Geschenke in Landau nicht so gefragt

Auf dem Thomas-Nast-Nikolausmarkt in Landau beobachtet Marktmeisterin Sonja Brunner-Hagedorn, dass Essens- und Trinkstände nach wie vor sehr gut laufen. Auch Geschenke im Wert zwischen fünf und 30 Euro laufen bei den Besuchern gut.

Nikolausmarkt Landau

Der Landauer Nikolausmarkt rund um den Rathausplatz.

Aber: Teures Kunsthandwerk werde nicht mehr so nachgefragt. Dennoch wollten die Künstler auch im kommenden Jahr mit auf dem Weihnachtsmarkt dabei sein. „Die leben von ihrer Stammkundschaft und sind nicht so von der Laufkundschaft abhängig“, so Sonja Brunner-Hagedorn. „Man überlegt sich halt schon zweimal, brauche ich diesen Ring für viele hundert Euro jetzt wirklich?“

Der Thomas-Nast-Nikolausmarkt endet am vierten Advent.