Mit der Ansiedlung des neuen Hamburger Naturkundemuseums im Elbtower rettet die Stadt die Bauruine. Doch es gibt Zweifel, ob das wirklich die günstigste Variante ist.

19. Dezember 2025, 14:18 Uhr

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Hamburg plant, den unteren Teil des Elbtowers für 595 Millionen Euro zum Naturkundemuseum umzubauen, obwohl es günstigere Standorte gibt. Der Kaufpreis pro Quadratmeter am Baumwall wäre deutlich niedriger gewesen als im Elbtower. Trotzdem wird der Elbtower bevorzugt, da andere Standorte angeblich ungeeignet sind. Die Stadt plant, mehr Fläche zu erwerben, als für das Museum benötigt wird, was Fragen aufwirft. Die Entscheidung über den Standort wird erst im März 2026 erwartet.

Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.

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Naturkundemuseum in Hamburg: Das Verlagsgebäude von Gruner + Jahr am Hamburger Baumwall. Ob das geplante Naturkundemuseum wohl auch hier einziehen könnte?

Das Verlagsgebäude von Gruner + Jahr am Hamburger Baumwall. Ob das geplante Naturkundemuseum wohl auch hier einziehen könnte?
© Christian Charisius/​picture alliance/​dpa

Der Elbtower steht als Standort für ein neues Naturkundemuseum bei der Kosten-Nutzen-Analyse „klar auf Platz eins“, verkündete Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel Mitte Oktober. Das klang wie eine Erlösung. Schließlich bedeutete es auch die Rettung vor der Peinlichkeit, die die Bauruine für den Senat darstellt. Seit der Pleite des Investors René Benko und seines Konzerns Signa im Oktober 2023 standen die Bauarbeiten am Turm still. 

Nun aber plant die Stadt, für 595 Millionen Euro den unteren Teil des Elbtowers zu kaufen und diesen zum Naturkundemuseum auszubauen – rund 46.000
Quadratmeter auf zwölf Stockwerken würden dann künftig der Stadt gehören.
Das sei ein guter Deal, rechnete Dressel vor. Denn ein neu gebautes Naturkundemuseum würde die Stadt mindestens 824
Millionen Euro kosten. Hamburg ist durch einen Staatsvertrag mit dem Leibniz-Institut zur
Analyse des Biodiversitätswandels dazu verpflichtet, ein
Museum zu schaffen, das die in Hamburg befindlichen naturkundlichen
Sammlungen und Forschungseinrichtungen zusammenführt.