Verdammt lang her: Der letzte Gladbach-Profi, der in der Bundesliga ins Tor traf, war Shuto Machino (26) am 22. November beim 3:0-Sieg in Heidenheim. Seit vier Spielen herrscht nun schon Torflaute: Beim 0:0 gegen Leipzig, dem 1:0-Sieg in Mainz (Eigentor Danny da Costa), dem 1:3 gegen Wolfsburg (Eigentor Konstantinos Koulierakis) – und auch Freitag beim 0:2 in Dortmund, der 12. Pleite beim BVB in Folge, traf kein Gladbacher.
Trainer Eugen Polanski (39) zum Tor-Streik seiner Profis: „Wir waren im Strafraum nicht zwingend genug. Wir waren zu uninspiriert, müssen den Ball nicht immer ins Tor tragen. Uns fehlte die Gier, es zu erzwingen.“
Auch Sportchef Schröder vermisste den unbedingten Willen seiner Jungs, endlich wieder zu treffen: „Wir waren von Anfang an nicht mutig genug. Aber es hat sich durch die Partie durchgezogen, dass wir einfach wenig Abschlüsse hatten. Wir spielen ein bisschen um den Pudding herum, da muss man einfach gieriger sein.“
Auch von den Profis gab es Selbstkritik nach der erneuten Nullnummer (es war bereits das 7. Spiel in dieser Saison ohne eigenen Treffer)!
Kapitän Rocco Reitz (23): „Das ist eine Niederlage, die wehtut. Mich nervt es, weil wir nicht zwingend genug waren. Wir waren mehrfach im Sechzehner, die ganz klaren Chancen haben aber gefehlt. Am Ende hatte ich trotzdem das Gefühl, dass der Ausgleich in der Luft lag.”
Ein Borusse bekam von Schröder dann aber doch noch ein Sonderlob – Youngster Wael Mohya (16), der bei seinem 2. Bundesliga-Einsatz erst nach 80 Minuten eingewechselt wurde. Der Gladbach-Sportchef: „Wael kommt mit seiner unbekümmerten Art rein und fordert mit seiner ersten Aktion sofort Dortmund-Keeper Gregor Kobel. Das war der einzige richtige Torabschluss, den wir hatten …“
Ein wenig ähnelt der Saisonausklang in diesem Jahr mit den vier Spielen ohne Torerfolg dem Start in diese Bundesliga-Saison – auch da blieb Borussia in den ersten drei Partien ohne Treffer …