Fußballprofis von Bayer 04 Leverkusen bejubeln ein Tor im Bundesligaspiel bei RB Leipzig

Stand: 20.12.2025 20:39 Uhr

Trotz personeller Engpässe liefern sich RB Leipzig und Bayer 04 Leverkusen vor allem in Durchgang eins ein rasantes Bundesliga-Duell – mit dem besseren Ende für Leverkusen. Am 15. Spieltag der Fußball-Bundesliga holt Bayer einen 3:1 (2:1)-Sieg.

Martin Terrier (40.) und Patrik Schick (44.) drehten am Samstag die Leipziger Führung durch Xaver Schlager (35.). Leverkusens eingewechseltes Talent Montrell Culbreath (90.+7) sorgte bei seinem Bundesliga-Debüt in der Nachspielzeit für die Entscheidung. Mit dem Sieg schob sich Leverkusen (29 Punkte) aufgrund der besseren Tor-Differenz an den punktgleichen Leipzigern vorbei auf Rang drei. Für RB war es nach sieben Heimspielen mit sieben Siege bei nur drei Gegentoren die erste Heim-Niederlage der Saison und die zweite in der Liga in Folge.

Frühe Chancen für beide Teams

Trotz insgesamt wegen Sperre, Abstellungen zum Afrika Cup und Verletzungen 18 fehlender Spieler (Leipzig neun, Leverkusen acht) hielten sich die beiden Kontrahenten nicht lange mit der Personalsituation auf. Die Gäste erwischten den besseren Start, kombinierten sich mit schnellem Kurzpassspiel gut durch.

Schick (5.) und Terrier (6.) gaben erste Warnschüsse ab. Aber auch die Leipziger ließen sich nicht lange bitten. Conrad Harder (7.) prüfte früh mit einem 20-Meter-Schuss Bayer-Torwart Mark Flekken. Nach knapp einer Viertelstunde wurde Leipzig im Pressing griffiger und Leverkusen bekam Probleme.

Wacher Baumgartner legt per Einwurf vor

Robert Andrich vertändelte unter Druck den Ball. Den schnellen Konter schloss Tidiam Gomis (18.) für Leipzig mit einem Schuss knapp am Tor vorbei ab. Leverkusen, das kurzfristig auch Linksverteidiger und Ankurbler Alex Grimaldo verletzte ersetzen musste, fing sich wieder und fand gegen den Ball mit einer Viererkette seine Struktur zurück.

Die Partie wurde offener. Schick (24.) köpfte eine Arthur-Flanke vorbei. Auf der Gegenseite rettete Flekken nach einem Standard aus kurzer Distanz gegen Willi Orban. Schließlich war es ein Einwurf, der das erste Tor der Partie einleitete. Christoph Baumgartner reagierte auf dem rechten Flügel schnell, warf zu Schlager. Der zog am Sechzehner quer und schoss dann präzise aus 18 Metern unten links zum 1:0 ein.

Leverkusen dreht das Spiel in vier Minuten

Doch Leverkusen schüttelte sich kurz, blieb in der Partie und drehte das Ergebnis innerhalb von vier Minuten. Zunächst wischt Terrier aus ähnlicher Position wie bei seinem „Scorpion-Kick“-Tor vergangene Woche beim 2:0 gegen den 1. FC Köln eine Arthur-Flanke per Kopf zum 1:1 ins lange Eck. Danach düpierte Schick nach einem Konter Kosta Nedeljkovic im Strafraum mit einem einfachen Schlenker und veredelte den Konter zu seinem sechsten Saisontreffer zum 2:1. Nathan Tella hatte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte sogar die Großchance auf den dritten Treffer.

Leipzig kommt stark aus der Pause

Genauso atemlos ging es in Halbzeit zwei weiter. Allerdings gab nun Leipzig deutlich den Ton an. Mit viel Biss und Druck gegen den Ball stellte RB die Gäste vor Probleme. Gomis (46.) gab schon nach 20 Sekunden den ersten Torschuss in Durchgang zwei ab. Das Gäste-Team von Trainer Kasper Hjulmand geriet erst einmal ins Schwimmen. Mit einer Glanztat im Eins-gegen-Eins gegen Harder (53.) verhinderte Flekken den Ausgleich.

Erst ab der 60. Minute bekam Leverkusen wieder mehr Sicherheit und Ballkontrolle. Nach vorne scheuten die Gäste allerdings das Risiko und setzten – mittlerweile mit einer Fünferkette – eher auf da Halten des Ergebnisses. So verschwand die bis dahin rasante Wildheit aus dem dem Spiel. Leipzig rannte gegen die tief stehende Bayer-Defensive an.

Timo Werner bekommt „Heim-Abschied“

RB-Trainer Ole Werner brachte mit Timo Werner (79.) – der vor einem Wechsel in die US-Profiliga MLS steht – seine letzte offensive Option. Die Gastgeber blieben am Drücker. Schlager (82.) hatte mit einem Schuss von halbrechts nach langer Zeit wieder eine Möglichkeit, aber Flekken war auf dem Posten. Insgesamt schafften es die Rheinländer allerdings gut, den Ball vom Tor wegzuhalten.

Die letzte Chance des Spiels hatte der aufgerückte RB-Kapitän Orban (90.+5), der aber nach einem langen Ball hinter seinen Kopfballversuch nicht genug Druck bekam – kein Problem für Flekken, der insgesam großen Anteil an Leverkusens knappem Sieg im Topspiel hatte. Den Schlusspunkt setzten dann doch die Gäste. Der eingewechselte Youngser Culbreath lief bei einem Konter auf und davon und erzielte das 3:1.

Leverkusen musste noch ein letztes Mal zittern, weil vor der Entstehung des Treffers dem von Orban im Luftduell ausgehebelten Andrich bei einer hohen Flanke im Fallen der Ball an der eigenen Strafraumgrenze an die Hand gesprungen war. Doch Schiedsrichtergespann und VAR werteten die Szene nicht als strafwürdig und die Gäste durften den Auswärtsdreier bejubeln.

Leipzig gegen St. Pauli, Leverkusen gegen Stuttgart

Nach der Winterpause ist Leipzig am Samstagnachmittag (10.01.2025) beim FC St. Pauli zu Gast (15.30 Uhr). Leverkusen empfängt bereits am Samstagabend den VfB Stuttgart (18.30 Uhr) zum nächsten Topspiel.