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Ins Straucheln gekommen: BG-Forward Zach Jackson (links) gerät gegen Nürnbergs Ex-Göttinger Julius Wolf in Rücklage. © Alciro Theodoro Da Silva/gsd
Herber Rückschlag für die BG Göttingen! Vor 2721 Zuschauern verlieren die Veilchen gegen die Nürnberg Falcons mit 78:91 (42:51) und lassen bei der dritten Heimniederlage wichtige Punkte liegen.
Göttingen – Keine Wunderheilung bei Kevin Buckingham! Der BGer kam nicht zum Einsatz nach seiner Meniskus-Quetschung beim Spiel in Bremerhaven. Wie gegen Köln ließ ihn Coach Fabian Strauß noch pausieren, um nichts zu riskieren. So mussten die Youngsters Emil Bode, Joshua Haase und Gaston Nguyen wieder die kleine Achter-Rotation auffüllen.
Nervöser Beginn der Veilchen. Nürnberg geht in Front Nils Schmitz gleicht aus mit Freiwürfen. Die Franken danach zunächst vorn, Daniel Kirchner per Dreier zur 9:7-Führung. Aber die Veilchen kommen nicht recht in ihren Spielfluss, lassen zudem Freiwürfe liegen. Nach dem 16:11 drehen die Falcons die Partie, führen auf einmal 20:17. Die Göttinger agieren weiter fahrig, zeigen Nerven. So endet der erste Abschnitt 18:23 nach dem dritten Gäste-Dreier.
Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs finden die Veilchen nicht ihren Rhythmus, verhaspeln sich mehrfach, sodass Coach Strauß nach nur 100 Sekunden die nächste Auszeit nimmt. Kirchner hat offenbar am besten zugehört – sein zweiter Dreier zum 23:27. Und Schmitz zum 25:27, aber auch er lässt den Freiwurf zum Drei-Punkt-Spiel liegen. Die Franken stört’s nicht, sie werfen zwei Dreier rein durch Tom Stoiber und Joscha Eckert. Aber das A und O ist die Verteidigung – und die stimmt bei den BGern hinten und vorn nicht. 31:39 nach knapp 16 Minuten. Nächste Auszeit BG.
Wenig später netzt Kapitän Mathis Mönninghoff seinen ersten Dreier ein, Nürnberg antwortet gleichfalls Trevor Baskin. Kann Daniel Kirchner aber auch: 39:44. Doch die Fehler in der Defensive bleiben: Nürnbergs Christian Fenebergs Dreier bringt das 42:51. Allein die (zu) vielen Gegenpunkte zeigen, wo das Problem liegt. So steht’s auch zur Pause. Die Falcons treffen 54 Prozent Dreier, die BG nur 36 Prozent, dafür aber starke 82 Prozent Zweier. An der Linie lässt die BG neun von 18 Würfen liegen. Doch alles Zahlenwerk ist egal, wenn nicht hart genug verteidigt wird.
Nach Wiederbeginn ist die BG mit den Nerven völlig zu Fuß. Abspielfehler, Fehlpässe, mangelndes Verständnis – es geht fast nichts. So zieht Nürnberg immer weiter weg. 42:61 nach nur 23 Minuten. Zumindest lässt sich die BG nicht hängen, doch beim 49:69 beträgt der Rückstand satte 20 Zähler. Nach 30 Minuten verkürzt sie ihn auf 15 Punkte beim 56:71. Wie soll das noch klappen?
Aber es gibt wenigstens etwas Hoffnung. Jackson, Sears und nochmal Jackson verkürzen zum 62:72 nach gut 32 Minuten – Auszeit Nürnberg. Aber wieder der alte Trott: Die BG trifft nicht und Coach Strauß kassiert ein Technisches Foul wegen Meckerns. Da ist die Hoffnung schon wieder dahin – genau wie sein Plan, die Franken wegzuhalten von der Dreierlinie.
Im Schlussspurt trifft Mönninghoff noch zwei Dreier in Folge, Jordan Sears macht’s ihm nach plus einem Zweier zum 73:82 zweieinhalb Minuten vor Schluss. Der Dreier von Nürnbergs Taylor zum 87:75 war der „Dagger“ für die BG. Den Rest spielen die Franken souverän runter, lassen sich den Überraschungserfolg nicht mehr nehmen. 78:91 – hoffentlich fehlen diese Punkte den Veilchen nicht in der Endabrechnung.
BG Göttingen: Schmitz 9/davon 1 Dreier, Ramstedt 11, Sears 17/1, Kirchner 13/3, Bode, Haase, Drescher 4, Nguyen, Mönninghoff 13/3, Jackson 6, Böhmer 5/1.
Nürnberg: Whitt 16/2, Eckert, Köpple, Feneberg 6/1, Taylor 10/1, Wolf 4, Baskin 9/1, Stoiber 13/1, Friederici 22/4, Chatfield 11, Lagerpusch. (haz/gsd)