Es war das grausige Ende eines Partyabends auf Mallorca: Drei Angeklagte aus Gelsenkirchen und Dorsten mussten sich jetzt vor dem Landgericht in Essen verantworten. Sie gaben zu, einen heute 41-Jährigen vergewaltigt zu haben. Trotzdem müssen sie für die abscheuliche Tat nicht in den Knast.

Der Übergriff ereignete sich im August 2024 auf der spanischen Insel. Es war ein Männertrip an den Ballermann, wie die „Bild“ berichtet.

Drei gegen einen: Männer überfallen Kumpel in seinem Zimmer auf Mallorca

Nachdem viel Alkohol floss, zog sich das spätere Opfer betrunken auf sein Einzelzimmer zurück. Doch dann begann für ihn der Horror. Seine vermeintlichen Freunde (35, 37 und 50) verschafften sich mit einer Ersatzkarte Zugang. Dann quälten sie ihn mit einer Wasserflasche, schreibt die „Bild“.

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Auch die „Dorstener Zeitung“ befasst sich mit der Gerichtsverhandlung. Das Blatt zitiert den Vorsitzenden Richter Lukas Hempel mit den Worten: „Das war kein Dumme-Junge-Streich. Das war eine furchtbare Männertat.“

Vor dem Landgericht Essen kommt heraus: Hälfte des Schmerzensgeldes bezahlt

Die Männer aber fanden damals alles lustig und hätten gefeixt. Laut „Dorstener Zeitung“ rief einer der Beteiligten sogar währenddessen seine Ehefrau an. Ob Handyvideos gemacht wurden, konnte im Nachhinein nicht aufgeklärt werden.

Letztlich muss aber keiner der Angeklagten ins Gefängnis. Sie kamen mit Bewährungsstrafen davon. Auch weil das Opfer von den Angeklagten bereits 6.000 Euro eines „Schmerzengeldes“ in Höhe von 12.500 Euro erhalten hat. Außerdem räumten die Täter während des Prozesses alles ein und ersparten dem 41-Jährige eine Aussage vor Gericht. „So konnte eine mögliche Re-Traumatisierung des Geschädigten vermieden werden“, erklärte ein Gerichtssprecher gegenüber der „Bild“.

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Wie die „Dorstener Zeitung“ weiter mitteilt, wurde zudem ein 18-Jähriger freigesprochen. Seine Tatbeteiligung konnte vor dem Essener Landgericht nicht festgestellt werden.