
Lange sieht es in Bochum nach der sechsten KSC-Niederlage in Serie aus. Am Ende gibt es aber doch noch einen Punkt und einen versöhnlichen Jahresabschluss für die Badener.
Der Karlsruher SC hat sich beim VfL Bochum ein spätes Remis erkämpft. Die Mannschaft von Trainer Christian Eichner trennte sich zum Abschluss der Hinrunde 2:2 (0:1) vom Revierclub. Marvin Wanitzek (47.) und Shio Fukuda (86.) glichen jeweils die Führung durch Francis Onyeka aus. Durch das Remis zeigte der KSC nach zuvor fünf Niederlagen in Serie eine leicht positive Tendenz. „Meine Mannschaft hat über 93 Minuten ein ordentliches Auswärtsspiel gemacht“, war der KSC-Coach zufrieden. Er fasste die Moral, die noch das 2:2 gebracht hatte, knapp mit dem Begriff „KSC-DNA“ zusammen.
Auch Kapitän Marvin Wanitzek äußerte sich nach dem Spiel lobend. „Großes Kompliment an die Jungs, es waren keine einfachen Wochen“, sagte der Torschütze im Sportschau-Interview. „Wenn du kurz vor Schluss den Ausgleich machst, ist es besser, als mit leeren Händen dazustehen. Sensationell, was wir heute auf den Platz gebracht haben“, beschrieb Wanitzek fast euphorisch die Moral, die noch den späten Ausgleich für Karlsruhe gebracht hatte. „Überzeugung, Herz, Leidenschaft“, zählte der Torschütze als die Tugenden auf, die der KSC gegen Bochum gezeigt hätte.
Wanitzek: „Zu viele Gegentore“ als Grund für Leistungseinbruch
„Wir fressen aber einfach – wie in den letzten Wochen – zu viele Gegentore“, fügte Wanitzek als Kritikpunkt hinzu. Das sei auch der Grund für den Leistungseinbruch, der in den vergangenen sechs Liga-Spielen erfolgt war. „In den ersten sieben, acht Spielen waren wir als Kollektiv viel besser in der Verteidigung“, so Wanitzek. Seit dem 2:1-Erfolg gegen den FC Schalke am 1. November hatte der KSC in keiner Zweitliga-Partie mehr gepunktet und bei den fünf Pleiten 17 Gegentreffer kassiert. „Wer mich verfolgt, weiß, dass ich solche Situationen kenne“, beschrieb Eichner seine Gefühlslage. „Mein Auftrag ist, die Balance zu halten und ein gutes Gefühl zu vermitteln.“ Um ihn selbst müsse man sich keine Sorgen machen, so Eichner weiter.
Nach der gestoppten Niederlagen-Serie beendet der KSC die Hinrunde mit 22 Punkten im Tabellen-Mittelfeld. „Es tut gut, dass jetzt Pause ist“, gab Wanitzek zu. Ob das späte Unentschieden gegen Bochum die Stimmung jedoch nachhaltig befriedet ist, ist nach den zuletzt unruhigen Wochen fraglich. „Wir haben ein bisschen Arbeit vor uns, aber ich bin mir sicher, dass wir wieder in die Spur kommen“, zeigte sich Wanitzek optimistisch für den Start der Rückrunde im Januar 2026. Dann geht es für die Badener am Samstag (17.01., 13:00 Uhr) mit einem Auswärtsspiel bei Preußen Münster weiter.