
AUDIO: Kiel sammelt wichtige Punkte gegen Schlusslicht Dresden (1 Min)
Stand: 21.12.2025 10:32 Uhr
Fußball-Zweitligist Holstein Kiel hat sich mit einem Heimsieg in die Weihnachtspause verabschiedet. Gegen Aufsteiger Dynamo Dresden gab es am Samstagabend einen knappen 2:1 (1:1)-Erfolg.
Damit verhinderten die „Störche“ einen weiteren Absturz in der Tabelle, mit 20 Punkten ist die Mannschaft von Trainer Marcel Rapp vorerst Zehnter. Die Platzierung ist aber trügerisch: Der Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsrang beträgt lediglich drei Zähler.
„Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen und dann lagen wir plötzlich 0:1 hinten. Das war nicht so einfach“, sagte Rapp. „In der zweiten Halbzeit haben wir alles reingehauen und ordentlich verteidigt. Was zählt ist, dass man gesehen hat, dass die Jungs gewinnen wollten. Es war eminent wichtig, so in die Pause zu gehen.“
Nach der Weihnachtspause starten die Kieler am 18. Januar (13.30 Uhr, im NDR Livecenter) mit dem Heimspiel gegen den SC Paderborn in die Rückrunde. Rapp sagte mit Blick auf die kurze Vorbereitung: „Es wartet viel Arbeit auf uns.“

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Dresden schockt Kiel früh
Keine zwei Minuten waren gespielt, da unterbrach Schiedsrichter Robert Schröder die Partie schon wieder. Ihre durchaus ansehnliche Weihnachts-Choreographie hatten die KSV-Fans dummerweise mit viel Pryotechnik gekrönt, die das Spielfeld in dichten Nebel tauchte. Nach wenigen Minuten konnte es aber weitergehen.
Was die Anhänger der „Störche“ dann zu sehen bekamen, dürfte ihnen aber nicht gefallen haben. Dresden hatte die erste gelungene Offensivaktion der Partie: Jakob Lemmers Schuss aus spitzem Winkel lenkte KSV-Keeper Jonas Krumrey gerade noch um den Pfosten – die anschließende Ecke beförderte Vincent Vermeij mit dem Hinterkopf zur Gästeführung ins Netz (12.).
Holstein nutzt erste Chance zum Ausgleich
Die Gastgeber hatten zwar deutlich mehr Ballbesitz, brachten das von Tim Schreiber gehütete Dynamo-Tor jedoch überhaupt nicht in Gefahr. Dresden verteidigte geschickt und setzte offensiv immer wieder Nadelstiche – so musste Kiels Torhüter Krumrey außerhalb des Sechzehners riskant vor Niklas Hauptmann klären (24.).
Dann aber hatte Steven Skrzybski den richtigen Riecher: Mit robustem Körpereinsatz luchste er Hauptmann am Mittelkreis den Ball ab, sprintete ungestört in Richtung Strafraum, legte quer auf Harres, der nur noch einschieben musste – 1:1 (29.). Zwei Minuten später hätte Harres beinahe erneut getroffen, setzte den Ball aber knapp neben das Tor (31.). Das war es aber auch mit hochkarätigen Torraumzenen – mit einem leistungsgerechten Remis ging es in die Pause.
„Störche“ drehen das Spiel
Deutlich offensiver kamen die Kieler aus den Kabinen und belohnten sich schon früh mit dem Führungstor. Niklas Niehoff schlug einen Eckball gefühlvoll in den Strafraum, wo Ivan Nekic eingelaufen war und zum 2:1 einköpfte (51.). Pünktlich mit dem Tor zündete diesmal der Dynamo-Anhang Feuerwerk, auch Raketen flogen auf den Rasen. Wieder war die Partie kurz unterbrochen.
Nach Wiederbeginn hatte Dresden zunächst Oberwasser, konnte erst einen Fehler von Krumrey nicht nutzen (56.), auch Vermeij (57.) und Luca Herrmann (58.) brachten den Ball nicht im Tor unter. Dem Dynamo-Chancen-Dreierpack setzte Kiel durch Lasse Rosenboom zwei Gelegenheiten entgegen: Einmal verstolperte er (64.), einmal köpfte er knapp über das Tor (65.).
Krumrey hält den Sieg fest
Je länger die Partie aber dauerte, desto zäher wurde es auf dem Rasen. Es gab viele lange Bälle, ebensoviele leichte Ballverluste, von Spielfluss konnte kaum noch die Rede sein. Harres hatte die Vorentscheidung auf dem Fuß, als er den weit vor seinem Tor stehenden Schreiber mit einem Heber überlisten wollte – der Dynamo-Keeper brachte im Zurücklaufen aber noch die Fingerspitzen an den Ball (84.).
Mehr Tempo und Feuer war dann in der neunminütigen Nachspielzeit drin: Krumrey bewahrte bei Distanzschüssen seine Kieler zweimal vor dem möglichen Ausgleich (90., 90.+2). Holstein stand nur noch hinten drin, verteidigte aber alles weg und rettete so den Dreier über die Zeit.
17. Spieltag, 20.12.2025 20:30 Uhr
Krumrey – Nekic (75. Roslyng), Ivezic, Zec – Rosenboom, Schwab, R. Wagner (88. Davidsen), Niehoff (63. Tolkin) – Kaprálik (64. Therkelsen), Skrzybski (75. Knudsen) – Harres
2
Schreiber – Pauli (74. Kammerknecht), Boeder (54. Fröling), Müller – Rossipal, L. Herrmann (74. Sapina), Amoako, Faber – Lemmer, N. Hauptmann (84. Kutschke) – Vermeij (84. Daferner)
1
Tore
- 0:1 Vermeij (12.)
- 1:1 Harres (29.)
- 2:1 Nekic (51.)