Weihnachten in Köln ist vor allem die Zeit der zig Weihnachtsmärkte – immerhin sorgt nicht nur der am Dom für große Augen, sondern auch die Märkte am Heumarkt, im Stadtgarten, am Rudolfsplatz und an vielen weiteren Orten. Und jeder lockt mit seinen eigenen Spezialangeboten – zum Beispiel Käsebrot. Für 14 Euro!
Doch ist es den Hype wirklich wert? Wir haben das virale Brot auf dem Weihnachtsmarkt am Heumarkt prompt getestet!
Weihnachtsmarkt in Köln: Käsebrot sorgt für Wirbel im Netz
Alles fing damit an, dass der englische Food-Influencer „eatingwithtod“ die Produkte auf dem Weihnachtsmarkt am Heumarkt mit all seinen kulinarische Highlights genauer unter die Lupe nahm – und dabei auch ein ganz besonderes Käsebrot: Eine Luxus-Variante, belegt mit Caciocavallo, einem italienischen Premium-Käse aus Kuhmilch. Das Ganze gibt es für sage und schreibe 14 Euro. Logisch, dass es unter seinem TikTok-Video nur so von Kommentaren hagelt. „Nie und nimmer ist mir das ein Käsebrot wert“, schreibt etwa ein User.
Der Weihnachtsmarkt-Stand „Flammenkäse“ auf dem Weihnachtsmarkt am Heumarkt in Köln sorgt für Wirbel im Netz. Foto: Ann-Kathrin Ullrich/ DER WESTEN
Andere schimpfen sogar aufgebracht: „14 Euro für so ein kleines Stück Brot? No way“, „Geisteskranke Preise“ oder „Nen Teufel würde ich tun und mir ne Scheibe Brot mit Käse für 14 Euro kaufen.“ Wieder andere sind Feuer und Flamme von dem Brot und verstehen den Preis – immerhin müssen auch die Standkosten berappelt werden, sowie die weitere Kosten.
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Prompt stellten wir uns bei all diesen Kommentaren die Frage: Ist das Brot wirklich den Hype wert? Statt lange herumzurätseln, machten wir den Test und sprachen obendrein mit dem Betreiber Reiner Traber.
Betreiber wird deutlich: „Viele meiner Produkte sind auch Bio“
Laut luxury-first.de rangiert der Luxus-Käse – der Caciocavallo Podolico aus Süditalien – auf Platz 7 der teuersten Käsesorten der Welt. Logisch, dass der Preis entsprechend hoch ausfällt. „Es ist tagespreisabhängig, aber so ein Kilo Caciocavallo kann zwischen 70 und 100 Euro kosten“, erklärt uns auch Traber. „Viele meiner Produkte sind auch Bio, das erklärt auch den Preis.“
Und dass der Käse dieses Jahr online heiß diskutiert wird, bleibt auch auf dem Markt nicht unbemerkt: „Ich merke das insofern, dass Menschen wild mit Handys auf einen zulaufen, filmen und sagen, das haben sie auf irgendwelchen Plattformen gesehen.“
Betreiber Reiner Traber wird deutlich: Er bemerkt, dass sein Produkt gehypt wird. Foto: Ann-Kathrin Ullrich/ DER WESTEN
Ganz verstehen tut er den Hype jedoch nicht, immerhin hat er das (jetzt) gehypte Bot schon letzten Jahr auf dem Weihnachtsmarkt in NRW verkauft. Seine Idee für das Weihnachtsmarkt-Special erklärt er so: „Ich esse sehr gerne selber Käse und der war schon immer mit auf meinen Speiseplan. Und irgendwann hat sich das so ergeben, dass ich dann angefangen habe, ihn nach italienischer Art und Weise zu schmelzen und es dann halt auch mal so auf dem Weihnachtsmarkt anbieten wollte.“
Live-Test: Schmeckt das virale Käsebrot?
Bei all dem leckeren Duft ließen wir es uns natürlich nicht nehmen, auch mal beherzt zu bestellen. Unsere Auswahl? Natürlich das gehypte Produkt für 14 Euro sowie die Version mit Trüffelpesto für 13 Euro. Und was soll man sagen? Allein die Zubereitung ist sehenswert: Der Käse wird über dem Feuer erhitzt, dann wird der geschmolzene Käse mit einer Art Spachtel auf das knackige Brot geschmiert und anschließend mit Honig und Chili verziert. Kein Wunder, dass das Ganze auf Insta viral geht. Bei diesem Anblick läuft einem schon das Wasser im Mund zusammen. Auch die Version mit Trüffel ist nicht zu verachten.
Wir griffen ordentlich zu: Schmeckt das Brot mit dem besonderen Käse? Im Test: Das Brot mit Trüffel (l.) und die gehypte Version mit Speck und Honig. Foto: Ann-Kathrin Ullrich/ DER WESTEN
Doch mal Butter bei die Fische: Ist das Brot, das ungefähr so groß wie eine Hand ist, wirklich den Hype wert? Also schmecken tut es auf jeden Fall. Mein Favorit? Die Version mit Honig – das ist eine klare 10/10. Die Pesto-Version ist auch sehr lecker, nur ist mir hier das Pesto zu dominant. Und der Käse erinnert mich persönlich an eine Art herzhafte Version von Mozzarella.
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Klar, günstig ist das Ganze nicht – aber mal ehrlich: Wer zahlt auf dem Weihnachtsmarkt schon wenig? Zwischen sieben und 16 Euro pro Gericht oder Getränk ist hier mittlerweile normal. Und Weihnachten gibt’s schließlich nur einmal im Jahr. Wer also Lust hat, sollte unbedingt zuschlagen! Übrigens: Der Markt am Heumarkt hat noch bis zum 4. Januar 2026 geöffnet.