Der Schlussspurt beginnt: 14 Spiele müssen die Füchse in der Hauptrunde der Eishockey-Oberliga Nord noch absolvieren, an deren Ende bereits feststehen könnte, dass der EV Duisburg die Play-offs erreicht hat. Das sieht ganz generell bei aktuell 13 Punkten Vorsprung auf den ersten Nicht-Play-off-Platz schon ganz ordentlich aus, aber die Mannschaft von Trainer Frank Petrozza will mehr. Das Team will nach 40 Spieltagen mindestens Fünfter sein. Dann erreichen die Duisburger die obere Zwischenrunde, sind in jedem Fall in der schönsten Eishockey-Jahreszeit dabei und spielen dann zudem noch um das Heimrecht im Achtelfinale gegen ein Team aus der Süd-Staffel der Oberliga.

Nach dem Aus der Moskitos Essen, die nun als Eagles Essen-West in der Regionalliga West spielen, musste der Modus angepasst werden. Heraus kam die Lösung, noch eine Zwischenrunde der oberen Fünf und der unteren Sechs zu absolvieren. Zwar sind die Füchse am für sie spielfreien Sonntag auf Rang sechs zurückgefallen, doch sowohl der EVD (42 Punkte) als auch die Saale Bulls Halle (43 Punkte), bei denen die Duisburger am Dienstag (19 Uhr) antreten, haben gegenüber den Hammer Eisbären (44 Punkte) noch zwei Spiele mehr auszutragen. Nach aktuellem Stand werden sich diese drei Mannschaften darum streiten, welche zwei Teams hinter den beiden Hannoveraner Mannschaften und den Tilburg Trappers in die obere Runde einziehen.
Halle ist von der Besetzung her ganz easy eine Top-Vier-Mannschaft.
Frank Petrozza, Trainer der Füchse Duisburg
„Halle ist von der Besetzung her ganz easy eine Top-Vier-Mannschaft“, sagt Füchse-Trainer Frank Petrozza. Auch die Icefighters Leipzig hatte der Coach weit vorne erwartet, doch die Sachsen sind aktuell nur Achter, stehen sogar knapp hinter der den Black Dragons Erfurt. Dass seine Mannschaft so gut spielt, macht Petrozza merklich stolz: „Man darf nicht vergessen, dass wir mit U20-DNL-Förderlizenzspielern in den vorderen Reihen spielen und uns nur zwei Importspieler zur Verfügung stehen.“ Wie lange Klavs Planics über das Jahresende hinaus noch ausfallen wird, steht nach wie vor nicht fest.
Vor dem wichtigen Spiel bei den Saale Bulls Halle, die in der vergangenen Saison in einer Übergangshalle gespielt haben und nun eine schicke neue Eissporthalle ihr eigen nennen, ist leider auch klar, dass Erek Virch verletzungsbedingt noch bis zum Jahresende fehlen wird. Auch Noah Münzenberger muss krank passen; ein Fragezeichen steht hinter Bence Farkas. Derweil hofft Petrozza, dass sich seine Mannschaft in Halle deutlich weniger unnötige Strafzeiten einhandelt als beim 6:4-Sieg gegen Rostock. „Das waren vier Strafen in der offensiven Zone. Das darf nicht sein“, sagt der Trainer. Auch die Verteidigung muss wieder sattelfester werden. „Wir waren gegen Rostock in den ersten sechs Minuten nicht bereit, haben dann aber mit dem 1:2-Anschlusstreffer zu unserem Spiel gefunden“, so Petrozza, der aber auch gesehen hat, dass es nach der 4:2-Führung noch einen kleinen Hänger gab, was Rostock zum 4:4-Ausgleich genutzt hatte.
„Halle hat eine Topmannschaft, in der die starken deutschen Spieler den Unterschied ausmachen“, sagt Petrozza über den Gegner. Das nächste Heimspiel bestreitet der EVD am Freitag, 26. Dezember, um 19.30 Uhr gegen Erfurt.