Schnell rollt die Party aber dann zum Glück weiter. Die Band spart auch nicht an alten Hits, im Publikum werden Pyros gezündet. Schwer verboten und man fragt sich: Wie haben die die reinbekommen? Ist bestimmt gefährlich, sieht aber zugegeben echt toll aus. Alle springen wie wild durcheinander.
Und dann gibt es noch einen kleinen Schockmoment. Die Band stoppt. Einige Fans brüllen: Sanitäter, Sanitäter. Ein Mann liegt da und steht nicht mehr auf. Vorbildlich bildet das Publikum Rettungsgassen und lässt die Sanitäter arbeiten. Monchi klettert in den Zuschauerraum, sieht nach dem Mann. Mucksmäuschenstill wird es in der Halle. Dann Entwarnung. Der Mann steht wieder. Weiter gehts.
Am Ende kommt ein Shantychor in Seemannshemden und Fischerhüten und singt mit und natürlich: Bei „echten Männern“ kreist auch da wieder ein, diesmal überdimensionaler, Flachmann. Über zwei Stunden geht der Gig. Am Ende ist das Publikum geschaffter als die Band. Feine Sahne Fischfilet sind zwar nicht mehr so spannend, überwältigend und roh wie sie mal waren, aber sie liefern ein erstklassiges, Mehrzweckhallen-taugliches Entertainmentprodukt ab, was ihre Kunden, also Fans, begeistert nach Hause schickt. Das ist doch was.