Das Weihnachtshaus an der Stockholmer Straße in Duisburg-Marxloh war weit über die Stadtgrenze hinaus bekannt. Es hatte sogar einen Eintrag als Sehenswürdigkeit bei Google Maps. Doch seit 2024 bleibt es dunkel, denn sein Besitzer ist im vergangenen Jahr nach schwerer Krankheit mit nur 62 Jahren verstorben. Auch in diesem Jahr möchte diese Zeitung an sein Lebenswerk erinnern.

Das Weihnachtshaus in Marxloh hat Besucher aus der ganzen Region angelockt

An Andreas Krauses altem Zechenhaus leuchteten zur Adventszeit und bis in den Januar hinein 20.000 LED-Lichter. Er hat geschätzt, dass es insgesamt sicher 100.000 Einzellichter waren. Der Duisburger war ein begeisterter Weihnachtsfan, hat sein Haus seit 1992 jedes Jahr zum Glitzern und Glänzen gebracht. Rund zwei Wochen Vorbereitung hat ihn das jedes Mal gekostet.

Duisburg: Weihnachtshaus in Mündelheim

Duisburg: Weihnachtshaus Hochheide

Seine Motivation hat er einmal so erklärt: „Den Leuten draußen ‘ne Freude machen und das Lächeln der Kinder – das ist mein Antrieb.“ Das schönste Kompliment für ihn war, wenn kleine Besucher ihn gefragt haben, ob das denn das Haus des Weihnachtsmannes sei. Der Logistik-Abteilungsleiter in einem Duisburger Chemie- und Metallunternehmen hat für sein Hobby tief in die Tasche gegriffen. Rund 1000 Euro koste die Beleuchtung in den sechs Wochen, sagte er gegenüber Journalisten.

Das Foto zeigt Andreas Krause 2020. Im Sommer 2024 ist er verstorben. Viele Jahre hat die Deutsche Presse Agentur über sein Weihnachtshaus berichtet.

Das Foto zeigt Andreas Krause 2020. Im Sommer 2024 ist er verstorben. Viele Jahre hat die Deutsche Presse Agentur über sein Weihnachtshaus berichtet.
© dpa | Rolf Vennenbernd

Krauses Tod macht viele Duisburgerinnen und Duisburger traurig

„Jedes Jahr haben wir vor seinem wunderschönen, leuchtenden Haus Fotos gemacht, und diese Momente werden für uns immer etwas Besonderes bleiben. Andreas Lichter haben nicht nur sein Haus, sondern auch unsere Herzen erhellt“, haben User nach seinem Tod in den sozialen Netzwerken geschrieben.

Krause selbst hat geschätzt, dass an seinem Haus rund 100.000 einzelne Lichter geleuchtet haben.

Krause selbst hat geschätzt, dass an seinem Haus rund 100.000 einzelne Lichter geleuchtet haben.
© dpa | Rolf Vennenbernd

Die Erinnerung an Andreas Krause wird im Viertel hochgehalten. Denn: Die Beleuchtung wurde weitestgehend in der Siedlung verteilt, berichtete seine Familie im vergangenen Jahr. „Das wäre absolut in seinem Sinne gewesen! Andreas hat immer großen Wert auf Gemeinschaft und Zusammenhalt gelegt“, erklärte seine Stieftochter. Und so wird er Jahr für Jahr leuchtend in Erinnerung bleiben.