Die Anfahrt war maximal unglücklich, der Spielbeginn auch, das Ergebnis noch mehr. Der Eishockey-Oberligist EV Duisburg war nicht nur zu spät beim Spiel, sondern musste sich auswärts den Saale Bulls Halle mit 0:5 (0:2, 0:2, 0:1) geschlagen geben. Immerhin: Es gab weihnachtliche Hilfe aus Kassel. Als der Mannschaftsbus liegen blieb, telefonierte der Busfahrer schnell herum und bekam Hilfe von den Kollegen aus Hessen. So ging die Reise doch noch weiter. Das Spiel jedoch begann mit einer Viertelstunde Verspätung.
Wir hatten gleich im ersten Wechsel eine 2:1-Situation, treffen aber das Tor nicht. Und im Gegenzug trifft Halle.
Frank Petrozza, Trainer der Füchse Duisburg
„Wir haben wirklich nicht schlecht angefangen“, sagte Füchse-Trainer Frank Petrozza. „Wir hatten gleich im ersten Wechsel eine 2:1-Situation, treffen aber das Tor nicht. Und im Gegenzug trifft Halle. Auch danach haben wir gut gespielt, machen dann aber den Fehler zum 0:2.“ Ab dem zweiten Drittel kam vom EVD dann nur noch wenig. „Da hatten wir diesmal keine Chance mehr. Aber du kannst eben nicht mit nur zwei Ausländern und fünf Verteidigern in ein solches Spiel gehen. Das ist in dieser Liga zu wenig. Du siehst, dass Halle eine Spitzenmannschaft ist.“

Tatsächlich hätte Egils Kalns die Füchse in der ersten Spielminute in Führung bringen können. Nach eineinhalb Minuten lagen die Gäste dann aber hinten, weil nach zwei Torschüssen von Robin Palka kein Verteidiger in der Nähe von Thomas Merl stand. Ohnehin agierte die Verteidigung diesmal nicht konsequent genug. Beim 0:2 ließen sich die Gäste überlaufen, sodass Brett Schäfer frei vor EVD-Torhüter Leon Willerscheid auftauchen konnte und einnetzte. „In unserer Überzahl haben wir dann das leere Tor nicht getroffen“, so Petrozza.
Als die Füchse 25 Sekunden nach Wiederbeginn ihre erste Chance hatten, schien noch einmal Widerstand zu erwachsen, doch sofort danach übernahm Halle das Kommando, machte viel Druck, sodass aus ganz spitzem Winkel das 3:0 fiel (26.). Im Eishockey ist vieles möglich, doch sofort war klar – da würde nicht mehr allzu viel gehen. Mit den Dingen, die an diesem Tag vor Heiligabend unglücklich für den EVD liefen, ging es weiter. Beim 4:0 der Hallenser fälschte Philip Kuschel den Puck ins eigene Tor ab. Das fünfte Tor legten die Saale Bulls schließlich zu Beginn des Schlussdrittels nach. „Wir müssen uns neu sortieren, Weihnachten genießen und dann wieder über 60 Minuten Eishockey spielen“, so der Coach.
Denn in dieser Phase der Saison geht es schnell: Am Freitag, 26. Dezember, steht um 19.30 Uhr das Weihnachtsheimspiel gegen die Black Dragons Erfurt auf dem Plan.
Die Statistik:
Tore: 1:0 (1:27) Merl (Palka, Biezais), 2:0 (13:50) Schäfer (Neher), 3:0 (25:40) Wilenius (Domogalla, Schmid), 4:0 (30:55) Palka (Merl, Biezais), 5:0 (44:06) Wilenius (Hoffmann, Schmid).
Strafen: Halle 4, Duisburg 4.
Zuschauer: 2533.