rbb|24: Was war in diesem Jahr aus Ihrer Sicht ein Highlight?

Trimmel: Der frühzeitige Klassenerhalt war ein Kraftakt, das war schon auch ein Highlight. Wenn ein Trainer rausgeschmissen wird, heißt das eigentlich immer, dass es von der Mannschaft nicht genügend war. Das war bei uns im letzten Winter so [Union trennte sich am 27. Dezember 2024 vom damaligen Coach Bo Svensson; Anm. d. Red.]. Es gab also Ups und Downs. Und ansonsten war der Aufstieg der Frauen-Mannschaft ein Highlight: Wir waren alle dabei und standen auf dem Balkon.

rbb|24: Trainer Steffen Baumgart ist jetzt seit einem Jahr im Verein. Sie kennen ihn schon länger, er ist ja auch schon seit einiger Zeit im deutschen Fußball präsent. Wie war das erste Jahr mit ihm?

Trimmel: Spannend. Wenn man als Trainer eine neue Mannschaft übernimmt – vor allem im Winter – ist es immer schwierig. Wir waren zu der Zeit in keiner guten Phase [als Baumgart das Traineramt am 2. Januar 2025 übernahm, hatten die Köpenicker seit neun Pflichtspielen nicht mehr gewonnen; Anm. d. Red.]. Als Trainer hat man im Winter nicht viel Zeit, Inhalte zu trainieren. Die Vorbereitung ist kurz. Es muss sofort funktionieren. Das hat anfangs seine Zeit gebraucht, aber umso schneller lief es danach.

Wir haben den Klassenerhalt erstaunlich schnell gesichert, was auch seine Arbeit bestätigt. Und jetzt hat er das erste Mal eine längere Vorbereitung gehabt. Wir als Mannschaft haben uns natürlich aber auch verändert. Es sind viele Spieler dabei, die wenig bis gar keine Bundesliga-Erfahrung hatten. Solche jungen Spieler mitzuentwickeln, muss für einen Trainer das Schönste sein. Da denke ich an Leopold Querfeld, Ilyas Ansah, Aljoscha Kemlein und Tom Rothe, die mittlerweile zum Stammpersonal gehören. Das ist ein Zeichen sehr guter Arbeit.