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Für ein Wurst-Produkt gibt es derzeit einen Rückruf. © Martin Wagner//IMAGO
Eine Wurst befindet sich momentan im Rückruf. Grund ist eine Bakterien-Kontamination, die unter anderem für Schwangere sehr gefährlich sein kann.
Kassel – Weihnachten ist für viele eine Zeit des Schlemmens. Die Esstische sind oft ebenso üppig gefüllt wie die Gabentische. Doch bei einem italienischen Wurst-Produkt ist aktuell Vorsicht geboten. Die Salami ist mit Listerien kontaminiert. Die Bakterien können schwerwiegende Erkrankungen auslösen.
Das vom Wurst-Rückruf betroffene Produkt. © Andronaco GmbH & Co. KG
Betroffen ist die „Salsiccia Piccante Affettata“ der italienischen Firma TRINITA‘ Industria Salumi S.p.a., wie lebensmittelwarnung.de informiert. Das 500-Gramm-Produkt wurde über die Andronaco GmbH & Co. KG vertrieben. Deshalb gibt es nun einen Rückruf der betroffenen Charge. In der Rückruf-Mitteilung bittet die Andronaco GmbH & Co. KG um Entschuldigung „für entstehende Unannehmlichkeiten“.
Wurst-Rückruf wegen Listerien – so lässt sich das betroffene Italien-Produkt identifizieren
Verbraucher, die das betroffene Produkt gekauft haben, sollten es keinesfalls verzehren und umgehend entsorgen. Eine Rückgabe in der Verkaufsstelle ist auch ohne Vorlage des Kassenbons möglich. Der Kaufpreis wird erstattet. Insgesamt sind acht Mindesthaltbarkeitsdaten von dem Rückruf betroffen. Verkauft wurde die Salami in Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Zu den genauen Verkaufsstellen macht der Rückruf jedoch keine Angaben.
Alle relevanten Informationen des Rückrufs im Überblick:
Salmonellen, Listerien, Fremdkörper – Was sind die häufigsten Gründe für Rückrufe?
Fotostrecke ansehenItalienische Wurst mit Listerien belastet: Wann Sie bei einer Infektion zum Arzt gehen sollten
Listerien können schwerwiegende Infektionen verursachen. Eine Erkrankung macht sich meist innerhalb von 14 Tagen nach der Infektion mit Durchfall und Fieber bemerkbar. MSD Manual warnt, dass die Symptome je nach infiziertem Organsystem variieren können.
Besonders gefährdet sind Schwangere, Senioren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) können diese Risikogruppen schwerere Krankheitsverläufe mit Blutvergiftung und Hirnhautentzündung entwickeln. Personen, die das Lebensmittel gegessen haben und schwere oder anhaltende Symptome entwickeln, sollten ärztliche Hilfe aufsuchen und auf eine mögliche Listerien-Infektion hinweisen. Schwangere, die das Produkt verzehrt haben, sollten sich auch ohne Symptome in ärztliche Behandlung begeben und sich beraten lassen.
Auch eine Kochzutat befindet sich momentan im Rückruf. Und in einem beliebten Snack ist gar ein Schimmelpilzgift enthalten. Hier gibt es ebenfalls einen Rückruf. (Quellen: lebensmittelwarnung.de, MSD Manual, Robert Koch-Institut) (sp)
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