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Ein internationaler Topklub nimmt am Wahi-Poker teil. Der spanische Klub präsentiert offenbar eine hohe Kaufoption. Eintracht Frankfurt könnte doch noch Transfer-Millionen verbuchen.

Frankfurt – Die Transfersaga um Elye Wahi nimmt eine überraschende Wendung. Während Eintracht Frankfurt zuletzt mit OGC Nizza über eine Leihe des 22-jährigen Stürmers verhandelte, mischt nun plötzlich der FC Sevilla im Poker um den französischen Angreifer mit. Laut der französischen Sportzeitung L‘Équipe haben die Spanier den Frankfurtern ein konkretes Angebot unterbreitet, das die SGE aufhorchen lässt.

Eintracht Frankfurts Transfer-Flop steht vor dem Abschied.Eintracht Frankfurts Transfer-Flop steht vor dem Abschied. © HMB Media/Claus/Imago

Der entscheidende Unterschied zum Nizza-Deal: Sevilla bietet eine Leihe mit Kaufoption an, während die Franzosen lediglich eine reine Ausleihe ohne weitere Verpflichtung anstrebten. Die Höhe der Kaufoption ist zwar nicht bekannt, wird aber intern bei der Eintracht als „hoch“ eingestuft, wie Transfermarkt berichtet. Für die SGE könnte dies die Chance bedeuten, doch noch einen Großteil der 26 Millionen Euro Ablöse zurückzuholen, die sie im Januar für Wahi an Olympique Marseille gezahlt hatte.

Sevilla-Angebot an Eintracht Frankfurt könnte Wahi-Transfer entscheiden

Die Entwicklung kommt zu einem günstigen Zeitpunkt für Frankfurt. Wahi gilt nach seinem schwierigen ersten Jahr in der Bundesliga als Transferflop. In 18 Ligaspielen blieb der Franzose torlos, lediglich im DFB-Pokal gelang ihm ein Treffer. Sein aktueller Marktwert ist auf rund zwölf Millionen Euro gefallen. Eine hohe Kaufoption von Sevilla könnte der Eintracht helfen, den finanziellen Schaden zu begrenzen und gleichzeitig Wahi eine neue Perspektive zu bieten.

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Während Nizza mit Trainer Franck Haise lockt, unter dem Wahi bei RC Lens seine besten Zeiten erlebte, punktet Sevilla mit der Aussicht auf eine dauerhafte Lösung. Der andalusische Klub kämpft in dieser Saison um den Anschluss an die europäischen Plätze und benötigt dringend Verstärkung im Angriff. Für Wahi wäre es die Chance auf einen Neustart in einer der großen europäischen Ligen, nachdem seine Bundesliga-Erfahrung enttäuschend verlief.

Die größten Transfer-Flops von Eintracht FrankfurtAnderson Bamba Ordonez Eintracht Frankfurt sieht sich die Commerzbank Arena an 05 02 2017 EintrFotostrecke ansehen

Die Eintracht steht nun vor einer wichtigen Entscheidung. Sportdirektor Markus Krösche, er ehrliche Einblicke bei Eintracht-Missverständnis Wahi gibt, bevorzugt nach eigenen Angaben schnelle Lösungen und wird das Sevilla-Angebot genau prüfen. Ein Wechsel nach Spanien könnte für alle Beteiligten die beste Option darstellen. Parallel zu den Abgangsverhandlungen arbeitet die SGE bereits an Verstärkungen für die Offensive.

Mit George Ilenikhena von AS Monaco führt Frankfurt Medienberichten zufolge bereits Gespräche über einen möglichen Transfer des 19-jährigen Nigerianers. Auch Younes Ebnoutalib von der SV Elversberg und William Osula von Newcastle United stehen auf der Liste der Frankfurter. Die Wahi-Saga zeigt exemplarisch die Herausforderungen im modernen Transfergeschäft.

Was als Millionen-Investment gedacht war, droht zum kostspieligen Missverständnis zu werden. Doch mit dem Sevilla-Angebot zeichnet sich nun eine Lösung ab, die beiden Seiten helfen könnte. Für Wahi wäre es die Chance auf einen Neustart, für die Eintracht die Möglichkeit, finanziell glimpflich davonzukommen. Die kommenden Tage werden zeigen, ob sich Frankfurt für das spanische Angebot entscheidet oder doch den Weg nach Nizza wählt. (ck)