Neue Features erleichtern die ehrenamtliche Arbeit in Halle
Aber dann ist es auch schon Zeit für die Tour. 16:30 Uhr muss das Team am ZOB sein, so wie jeden Montag, Mittwoch und Freitag seit 2021. „Abfahrt“, brummt Strübing in das Busfahrer-Mikrofon, um kurz darauf „Eisgekühlter Bommerlunder“ anzustimmen. Die Sprechanlage ist eher ein nettes Bonus-Feature im neuen Bus. Aber vieles andere ist für die Ehrenamtlichen eine gewaltige Erleichterung.
„Also das Beste an dem Bus ist die Arbeitshöhe“, sagt Steve Dörnbrack. „Dass nicht mehr alles hinterherrutscht, wegrutscht, sondern dass endlich alles an Ort und Stelle ist.“
Die Ehrenamtliche Diana Stutzinger erinnert sich an einen Topf voll Suppe, der im alten Bus während der Fahrt ausgekippt war. „Da mussten wir komplett nochmal alles neu machen. Und das war natürlich eine Sauerei.“ Und Annette Hildebrandt erzählt von panischen Momenten, wenn die Kaffeekannen vor der Abfahrt nicht richtig verstaut waren. „Und jetzt sind sie safe.“ All das wurde am Ende auch durch eine Sendereihe beim MDR möglich.
Was konstruktiver Journalismus bewirken kann
Rückblick 2024: Der MDR startet eine Langzeitreportage. In kurzen Beiträgen und langen Filmen ist Reporter Daniel Tautz auf Halles Straßen unterwegs. Unter Brücken, in Abbruchhäusern, am Haus der Wohnhilfe. Von eisigen Januarnächten bis Weihnachten. Und auch der Bus Vierjahreszeiten spielt immer wieder eine große Rolle, beim Verteilen von Eiskugeln bei 36 Grad im Schatten, bei der Gedenkfeier für einen verstorbenen Gast am Bus. Das Engagement der Ehrenamtlichen kommt an. Allein auf YouTube wird die Reportage bislang knapp eine halbe Million Mal geklickt.