Chemnitz – Weihnachtszeit ist Märchenzeit – aber wie märchenfest seid Ihr wirklich? Die TU Chemnitz will genau das wissen und hat eine Online-Umfrage zu den Märchen der Brüder Grimm gestartet.

Illustration aus dem Märchenbuch "Schneewittchen auf sächsisch": Die A-cappella-Band Medlz hatte das Grimm-Märchen als musikalische Reise ins sächsische Märchenland versetzt - mit Königin und sprechendem Zauberspiegel.

Illustration aus dem Märchenbuch „Schneewittchen auf sächsisch“: Die A-cappella-Band Medlz hatte das Grimm-Märchen als musikalische Reise ins sächsische Märchenland versetzt – mit Königin und sprechendem Zauberspiegel.  © Medlz/PR

Im Fokus: die berühmten Sprüche, die jeder zu kennen glaubt – etwa das „Spieglein, Spieglein an der Wand“ aus Schneewittchen.

Hinter der Aktion steht Sprachwissenschaftlerin Christina Sanchez-Stockhammer (47).

Sie erforscht, wie sich Grimms Märchen und ihre englischen Übersetzungen verändert haben und wie viel davon heute noch im Kopf der Menschen steckt.

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Die Umfrage läuft ab sofort unter www.mytuc.org/grimm.

Wichtig ist der Professorin dabei eines: ehrlich bleiben. „Bitte nichts nachschauen – mich interessiert, woran genau man sich erinnert“, sagt Sanchez-Stockhammer.

Gerade die kleinen Lücken, Versprecher und Fehler seien für die Forschung spannend, weil sie zeigen, wie unser Gedächtnis mit alten Geschichten umgeht.