Der Diözesan-Administrator predigte am ersten Weihnachtstag. Warum er in der Menschwerdung Jesu Gottes Zutrauen sieht.

„Bei allem Negativen, was unsere Wirklichkeit prägt und bestimmt – Krieg in der Ukraine und im Sudan, Ungerechtigkeit und Hunger, gesellschaftliche Spaltung und soziale Herausforderungen: Wir setzen dagegen die frohe Botschaft von Weihnachten: Gott wird Mensch.“ Das hat Diözesan-Administrator Antonius Hamers am ersten Weihnachtstag im Dom in Münster betont, meldet die Bischöfliche Pressestelle.

Christinnen und Christen seien mit der guten Botschaft unterwegs, „dass Gott uns etwas zutraut, dass er uns die Verantwortung zutraut, die Welt im Sinne Jesu Christi zu gestalten, Gerechtigkeit zu schaffen, wirtschaftliche Probleme zu überwinden, Sozialsysteme generationengerecht zu reformieren, gesellschaftlichen Zusammenhalt zu gewährleisten, Leben zu schützen, die Schöpfung zu bewahren, uns für den inneren und äußeren Frieden einzusetzen“. Der Übergangsleiter des Bistums Münster betonte: „Gegen Hass, Ausgrenzung und Lieblosigkeit setzen wir die frohe Botschaft von Gottes Liebe zu allen Menschen.“

Wie die Botschaft das eigene Leben durchdringt

„Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden“, zitierte der Geistliche aus dem Johannesevangelium vom Weihnachtstag: „Wenn ich diese Botschaft aufnehme und verinnerliche, kann ich aus ihr leben, bestimmt sie mein Dasein, durchdringt sie mich so sehr, dass sie auch mich verändert und ich selbst zum Boten der Freude und des Guten werde.“

Wer darauf vertraue, durch Gottes Gnade erlöst und befreit zu sein, werde zum frohen Botschafter, zum Weihnachtsboten, der Heil verheiße. Der könne sich gegen allen Populismus und alles Geschwätz für das Gute entscheiden.