Die meisten Menschen freuen sich auf die abschließenden Tage eines Jahres. Schließlich können sie im Kreise ihrer Liebsten das Weihnachtsfest feiern und anschließend aufs neue Jahr anstoßen.

Für Tierheime hingegen ist diese Zeit des Jahres so ziemlich die schlimmste. Zum einen müssen die Tierschützer kurz vor den Feiertagen immer wieder übereifrigen Interessenten erklären, dass Tiere keine Weihnachtsgeschenke sind. Und zum anderen versetzt die Feuerwerks-Knallerei rund um Silvester viele Tiere in blanke Panik.

Tierheim Duisburg verzweifelt

Beim Tierheim Duisburg kommt nun auch noch ein weiteres Problem hinzu: das eisige Wetter. „Die aktuellen Minusgrade stellen uns vor eine große Herausforderung“, teilen die Tierschützer am 1. Weihnachtsfeiertag via Facebook mit: „Unsere Hunde müssen frieren.“

Der Hundebereich im Duisburger Tierheim ist ein Außenbereich. Dieser ist zwar überdacht, von Mauern umgeben und bietet den Vierbeinern genug Rückzugsmöglichkeiten. Doch die klirrende Kälte findet ihren Weg in die einzelnen „Apartments“ von Dackel, Labrador und Co.

Decken und Hunde-Pullover reichen nicht aus

Rund um die Festtage erhielten die Hunde in Duisburg viele hilfreiche Sachspenden – in Form von Decken, Kleidung und Schlafplätzen. „Trotz großzügiger Weihnachtsspenden bleiben die Heizungen aber die alten und wir kämpfen gegen die Kälte“, schreibt das Tierheim Duisburg. Sogar das Wasser in den Näpfen friert derzeit regelmäßig.

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Eigentlich verfügt der Hundebereich über Heizungen, die den Hunden auch bei Minusgraden ein gemütliches Plätzchen bescheren. Doch ausgerechnet jetzt sind im Duisburger Tierheim zwei Sicherungen rausgeflogen, so dass manche Heizungen ausfielen. „Der Elektriker im Notdienst konnte uns leider nicht versprechen, dass es heute Nacht anders sein wird“, klagt das Tierheim.

In solchen Zeiten heißt es sprichwörtlich: enger zusammenrücken. „Wir haben unsere Hunde vorerst so umgezogen, dass alle es möglichst warm haben und hoffen, dass die Temperaturen bald steigen“, schreiben die Tierschützer: „Wir haben alle Hundeunterkünfte mit Decken und Körbchen ausgestattet, Rotlichtlampen nachgerüstet, die Hunde in Mäntel eingepackt und die Eingänge zu ihren Hütten (welche im Idealfall beheizt sind) mit Handtüchern verhangen.“

Tierheim Duisburg versucht alles

Unter dem Facebook-Beitrag bieten viele Hundeliebhaber ihre Hilfe in Form von weiteren Sachspenden an. Doch das Tierheim stellt klar, dass das Problem woanders liegt: „Das Hauptproblem ist der Strom. Die Leitungen sind leider so alt und wirr verlegt, dass kein Elektriker einen Durchblick hat. Sobald eine Sicherung raus ist, funktioniert weder Heizung noch Rotlichtlampe und dann wird es bitterkalt.“

Nur zu gerne würde das Duisburger Tierheim an der Situation etwas ändern. Aber das ist nicht so leicht. „Da das Gelände und alle Gebäude städtisch sind, dürfen wir als Verein nicht einfach Umbaumaßnahmen vornehmen“, teilt das Tierheim mit.

Und so müssen die Hunde sich in den kommenden Tagen wohl eng aneinander kuscheln, um einigermäßen gewärmt durch den Winter zu kommen.