Wichtiges, wenn nicht gar überfälliges Signal im Skispringen.
Der Deutsche Skiverband gleicht in diesem Winter die Qualifikations-Prämien bei der Two-Nights-Tour der Skispringerinnen (dem Pendant der Vierschanzentournee) an das Preisgeld der Männer an. Hinter dieser Entwicklung steckt auch ein Eklat des vergangenen Winters.
Rückblick: An Silvester machte die deutsche Top-Skispringerin Selina Freitag (zwei WM-Goldmedaillen) ihre Prämien öffentlich. Gerade hatte sie die Qualifikation beim Springen in Garmisch-Partenkirchen gewonnen.
Ihr Preis: eine Tasche mit Shampoo, Duschgel und vier Handtüchern. Zum Vergleich: Die Männer kriegen für einen Quali-Sieg bei der Vierschanzentournee 3000 Franken (umgerechnet rund 3200 Euro).
Fis-Renndirektor Sandro Pertile (56) sagte im Nachgang über das „Shampoo-Gate“: „Das war kein schöner Tag für uns. Wir sind uns der Ungleichheit bewusst und wollen die Lücke schließen.“
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Quelle: Sportdigital25.12.2025
Das macht jetzt der DSV als Veranstalter der Two-Nights-Tour. Am ersten Weihnachtsfeiertag postet der Verband eine Reihe an Fotos bei Instagram, verkündet die Aufstockung der Prämien.
Der DSV schreibt dazu: „Über den Jahreswechsel steht für unsere Damen wieder die Two-Nights-Tour in Garmisch-Partenkirchen und Oberstdorf an. In diesem Jahr wartet ein besonderes Highlight: Erstmals wird bei den Damen auch die volle Quali-Prämie vergeben.“ Möglich macht das auch eine Partnerschaft mit dem Werbeunternehmen „WIRmachenDRUCK“.
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Die Two-Nights-Tour wird in diesem Jahr zum dritten Mal ausgetragen, ist eine Art Vierschanzentournee für die Skispringerinnen. Aber eben nur eine Art.
Denn während die Männer in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen springen, ist die Serie bei den Frauen auf zwei Schanzen beschränkt. Das ändert sich nach aktuellem Plan erst zur Saison 2026/27.
Dazu kommt: Für den Gesamtsieg bei der Zweischanzentournee gibt’s aktuell 10.000 Euro. Der Sieger der Vierschanzentournee erhält 100.000 Franken (rund 107.000 Euro).