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News zum Ukraine-Krieg: In Moskau kommt es erneut zu einer Explosion. Putins Verluste steigen weiter. Ein neuer Friedensplan steht. Die Lage im Ticker.
Dieser Ticker ist beendet. Weitere News zum Ukraine-Krieg finden Sie in unserem neuen Ticker.
Update vom 26. Dezember, 6:41 Uhr: Der Chef der konservativen EVP-Fraktion im Europaparlament, Manfred Weber, plädiert dafür, deutsche Soldaten unter europäischer Flagge an der Absicherung einer Friedenslösung in der Ukraine zu beteiligen. „Ich wünsche mir Soldaten mit der europäischen Flagge auf der Uniform, die gemeinsam mit unseren ukrainischen Freunden den Frieden sichern“, sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Wir können nicht ernsthaft erwarten, dass Trump eine Friedenslösung allein mit amerikanischen GIs absichert. Und wenn wir über europäische Truppen reden, kann Deutschland nicht außen vor bleiben.“
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
News zum Ukraine-Krieg: Selenskyj lobt US-Gespräch
Update, 21:10 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben ein „sehr gutes“ Telefongespräch mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und dem US-Präsidentenberater Jared Kushner geführt. „Wir haben einige wichtige Details der laufenden Arbeit besprochen“, erklärte Selenskyj am Donnerstag in Onlinediensten. „Es gibt gute Ideen, die zu einem gemeinsamen Ergebnis und zu dauerhaftem Frieden beitragen können“, fügte er hinzu.
Bundeskanzler Friedrich Merz (vorne l-r, CDU), Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, Steve Witkoff, Sondergesandter der Vereinigten Staaten, Jared Kushner, Unternehmer und Ehemaliger Chefberater des Präsidenten der Vereinigten Staaten, sowie Dick Schoof (hinten Mitte), Ministerpräsident der Niederlande, und Ulf Kristersson, Ministerpräsident von Schweden, stehen zu Beginn des Ukraine-Gipfels im Bundeskanzleramt für ein Gruppenfoto zusammen. © Kay Nietfeld/dpa-Pool/dpa
Selenskyj bedankte sich bei Witkoff und Kushner für ihren „konstruktiven Ansatz, die intensive Arbeit und die freundlichen Worte“. Der ukrainische Präsident betonte: „Wir arbeiten wirklich rund um die Uhr daran, das Ende dieses brutalen Krieges Russlands gegen die Ukraine näher zu bringen und sicherzustellen, dass alle Dokumente und Schritte realistisch, wirksam und zuverlässig sind.“
Ukraine-News: Moskau sieht langsamen Fortschritt bei Ukraine-Gesprächen mit den USA
Update, 16:50 Uhr: Das russische Außenministerium spricht von Fortschritten in den Gesprächen mit den USA über den Ukraine-Krieg. „Im Verhandlungsprozess zur Beilegung des Ukraine-Konflikts, ich meine damit den Verhandlungsprozess mit den Vereinigten Staaten von Amerika, sind langsame, aber sichere Fortschritte zu beobachten“, sagte Ministeriumssprecherin Maria Sacharowa nach Angaben der Staatsagentur Tass bei einer Pressekonferenz. Die von Russland angegriffene Ukraine erwähnte sie kaum.
Zugleich versuchte sie, einen Keil zwischen die USA und Europa in den Friedensbemühungen zu treiben. Moskau fordere die Kollegen in den USA auf, „sich aktiv gegen die Versuche der westeuropäischen Länder zu wehren, die im Verhandlungsprozess zur Ukraine erzielten Fortschritte zu torpedieren und zunichtezumachen“, sagte Sacharowa.
Update, 14 Uhr: An den Weihnachtstagen ist es über der Ostsee erneut zu einem NATO-Zwischenfall mit russischen Flugzeugen gekommen. Wie die polnische Luftwaffe mitteilte, mussten Kampfjets des Landes ein Aufklärungsflugzeug abfangen. Der Vorfall habe sich am Donnerstagmorgen in internationalen Gewässern in der Nähe der polnischen Luftraumgrenzen ereignet. „Trotz der Feiertage war die polnische Luftverteidigung in der vergangenen Nacht stark gefordert. Heute Morgen fingen polnische Kampfflugzeuge über den internationalen Gewässern der Ostsee ein russisches Aufklärungsflugzeug ab, identifizierten es visuell und eskortierten es aus seinem Zuständigkeitsbereich“, hieß es in einem Beitrag auf X.
Attacke auf Russlands Wirtschaft: Ukraine greift Ölwerk an
Update, 13:50 Uhr: Der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine hat bestätigt, dass Einheiten der Luftwaffe am 25. Dezember einen erfolgreichen Angriff mit luftgestützten Marschflugkörpern vom Typ Storm Shadow erneut Russlands Wirtschaft ins Visier genommen hat. Ziel des Angriffs im Ukraine-Krieg war Ölproduktwerk Nowoschachtinsk in der russischen Oblast Rostow. Das Werk in Nowoschachtinsk ist einer der größten Lieferanten von Erdölprodukten in Südrussland und direkt an der Versorgung der russischen Streitkräfte beteiligt. Die Anlage beliefert die russischen Truppen mit Dieselkraftstoff und Flugzeugtreibstoff.
Update, 12:01 Uhr: Russland hat die Ukraine auch an Weihnachten mit Luftangriffen auf die Energieinfrastruktur überzogen und Tod und Zerstörung über das Land gebracht. In der Region Odessa am Schwarzen Meer meldeten die Behörden nach russischen Drohnenangriffen einen Toten und zwei Verletzte. An der Hafen- und Energieinfrastruktur gebe es Schäden. Im Gebiet Charkiw nahe der russischen Grenze gab es bei Angriffen Behörden zufolge einen Toten und 15 Verletzte. Im Gebiet Tschernihiw starben zwei Menschen bei einem Drohnenangriff an Heiligabend.
„Das Gebiet Tschernihiw erlebte Weihnachten unter Beschuss. Leider starben zwei Menschen. Zwei weitere wurden verletzt“, teilten die Behörden am Morgen mit. Das ukrainische Energieministerium informierte über zahlreiche Notabschaltungen und Stromausfälle im Land nach den russischen Angriffen. Nach Angaben der ukrainischen Flugabwehr griff Russland in der vergangenen Nacht mit 131 Drohnen an, 106 davon seien unschädlich gemacht worden. Es habe 22 Einschläge von Drohnen an 15 Stellen im Land gegeben. Die ukrainische Führung wirft Moskau Terror an Weihnachten vor.
Angriffe im Ukraine-Krieg an Weihnachten: Russland attackiert Energiesektor
Update, 10:42 Uhr: Die russischen Streitkräfte haben ihre Angriffe auf den ukrainischen Energiesektor im Krieg fortgesetzt. Wie das Energieministerium mitteilte, kam es auch am Heiligabend zu mehreren Attacken. Infolgedessen waren die Verbraucher in den Gebieten Tschernihiw, Sumy, Dnipropetrowsk, Charkiw und Odessa ohne Strom. „Die Energietechniker setzen alles daran, alle beschädigten Anlagen so schnell wie möglich zu reparieren und alle Verbraucher wieder anzuschließen. Es laufen rund um die Uhr Notfallreparaturen“, hieß es in einer Erklärung.
Update, 9:01 Uhr: Wie der ukrainische Generalstab der Streitkräfte berichtet, wurden am 24. Dezember entlang der Frontlinie insgesamt 151 Gefechte mit den Russen registriert. Die aktuellen Kämpfe im Ukraine-Krieg konzentrierten sich demnach auf die Pokrowsk-Front und auf die Huliaipole-Front.
Schlag gegen Putins Wirtschaft im Ukraine-Krieg
Update, 7:36 Uhr: Der Ukraine ist im Krieg erneut ein Schlag gegen Russlands Wirtschaft gelungen. Wie unter anderem Ukrainska Pravda berichtet, griffen Drohnen in der Nacht auf den 25. Dezember den Hafen der russischen Stadt Temrjuk in der Region Krasnodar an und setzten Treibstofftanks in Brand. In einer Erklärung der örtlichen Verwaltung heißt es, dass „zwei Treibstofftanks infolge eines Drohnenangriffs auf den Hafen von Temryuk in Brand geraten sind“. Siebzig Feuerwehrleute und 18 Feuerwehrfahrzeuge seien an den Löscharbeiten beteiligt, „darunter auch Mitarbeiter des Ministeriums für Katastrophenschutz in der Region Krasnodar“.
Update, 6:23 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat wohl in seiner Weihnachtsansprache an die Nation Wladimir Putin den Tod gewünscht, nachdem er einen Plan für entmilitarisierte Zonen in der Ostukraine angedeutet hatte. Wie die Times berichtet, sagte der Präsident: „Heute teilen wir alle einen Traum. Und wir alle haben einen Wunsch: ‚Möge er sterben‘.“ Zugleich führte Selenskyj aus: „Aber wenn wir uns an Gott wenden, bitten wir natürlich um etwas Größeres. Wir bitten um Frieden für die Ukraine. Wir kämpfen dafür. Und wir beten dafür. Und wir haben ihn verdient.“
Für Ende des Ukraine-Kriegs: Laschet will deutsch-französische Initiative
Update vom 25. Dezember, 6:10 Uhr: Der Chef des Auswärtigen Ausschusses des Bundestags, Armin Laschet, fordert eine deutsch-französische Initiative zur direkten Abstimmung der europäischen Pläne für einen Waffenstillstand in der Ukraine mit Russland. „Europa muss eine eigenständige, starke Außen- und Sicherheitspolitik machen“, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Dazu gehört es auch, autonom zu sein, souverän zu sein und eigene europäische Ideen nicht über amerikanische Vermittler zu transportieren.“
Nötig sei, „den eigenen, auch mit der Ukraine abgestimmten europäischen Friedensplan, dann auch gegenüber Russland aus einer Position der Stärke gemeinsam zu vertreten“, sagte Laschet. Europa habe einen Friedensplan erarbeitet und diesen durch US-Geschäftsleute wie den Sondergesandten Steve Witkoff und den Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, an Russland übermitteln lassen.
Update, 15:30 Uhr: Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR hat sich zu einem Bombenanschlag in Moskau bekannt, bei dem zwei russische Polizisten getötet wurden. Nach Angaben von Augenzeugen und örtlichen Behörden explodierte am frühen Mittwochmorgen gegen 1:30 Uhr Ortszeit ein Sprengsatz in Süd-Moskau. Laut HUR-Quellen gegenüber der Kyiv Post waren die getöteten Polizisten am Ukraine-Krieg beteiligt und folterten ukrainische Kriegsgefangene. Ein örtlicher Dissident habe den Anschlag verübt, indem er ein Sprengpaket durch das Fenster des Polizeiautos warf. Der Vorfall ereignete sich nahe dem Ort, wo am Montag bereits Generalleutnant Fanil Sarvarov durch eine Autobombe getötet wurde.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine
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Update, 14:35 Uhr: Die Ukraine meldet, dass sie bei einem Angriff die Kunststofffabrik Jefremow in der russischen Region Tula und ein Marinedrohnenlager auf der Krim getroffen haben. Die Fabrik soll Komponente für Plastiksprengstoff und Festtreibstoff für Raketen produzieren, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Auf dem Produktionsgelände seien ein Großbrand und mehrere Explosionen gemeldet worden. Von russischer Seite gibt es bisher keine Bestätigung.
Weitere Details zum Ukraine-Friedensplan
Update, 11:51 Uhr: Weitere Details zum neuen Plan für ein Ende des Ukraine-Kriegs: Laut dem Entwurf sind etwa Sicherheitsgarantien für die Ukraine nach dem Vorbild von Artikel 5 der NATO – das ist die Beistandsklausel – und eine Stärke der Armee von 800.000 Soldaten vorgesehen, wie Selenskyj ukrainischen Medien zufolge erklärte.
Der Präsident selbst sprach von einem Entwurf für ein Rahmendokument und wiederholte seine Äußerungen vom Vortag, nach denen es weiter Klärungs- und Gesprächsbedarf gebe. Ungeklärt ist etwa weiter die Frage um die von Russland für einen Waffenstillstand geforderten Gebietsabtretungen vor allem im Gebiet Donezk, das die Ukraine noch zu einem Teil kontrolliert. Demnach sind in dem Papier neben ukrainischen auch russische und US-Positionen enthalten.
Update, 21:59 Uhr: Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Entschlossenheit der Ukraine zu Friedensgesprächen erneut unterstrichen. Laut Selenskyj stehe die Ukraine in ständigem Austausch mit den Vereinigten Staaten. Er hob hervor, dass sein Land „niemals ein Hindernis für den Frieden“ gewesen sei und dies auch in Zukunft nicht sein werde, wie RBC Ukraine berichtet.
Selenskyj wies auf die Gespräche zwischen ukrainischen Vertretern und dem Team des US-Präsidenten Donald Trump hin. Die Ukraine arbeite aktiv an „realistischen“ Dokumenten, um eine Lösung für den Konflikt zu finden. Gleichzeitig betonte er, dass Russland die Diplomatie nicht behindern dürfe und das Ende des Krieges „hundertprozentig ernst nehmen“ müsse. Andernfalls sei zusätzlicher Druck auf Moskau erforderlich.
Russland entzieht Journalisten die Staatsbürgerschaft: Wegen Diskreditierung der Armee
Update, 21:04 Uhr: Dem Journalisten Roman Anin wurde die russische Staatsbürgerschaft entzogen. Ihm wird vorgeworfen, die russischen Streitkräfte diskreditiert zu haben. Das Innenministerium teilte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass mit, dass die Mitarbeiter der Einwanderungsbehörde aufgrund der von Anin begangenen Vergehen zu dieser Entscheidung gelangt seien. Anin ist der Chefredakteur des Online-Portals Waschnyje Istorii („Wichtige Geschichten“). Das Medium sorgte unter anderem mit Recherchen über die angebliche Tochter von Kreml-Chef Wladimir Putin und durch die Mitarbeit an dem internationalen Enthüllungsprojekt „Pandora Papers“ für Aufsehen.
Der Journalist lebt und arbeitet in Lettland. Im März 2025 verurteilte ein Moskauer Gericht Anin und eine weitere Journalistin des Portals in Abwesenheit zu jeweils 8,5 Jahren Haft wegen der „wissentlichen Verbreitung von Falschinformationen über die russischen Streitkräfte“.
Ukraine-News: Ukrainischer Energiekonzern meldet Schäden nach russischen Angriffen
Update, 19:42 Uhr: Nach ukrainischen Angaben hat Russland in der vergangenen Nacht „gezielt“ Gasproduktionsanlagen des Unternehmens „Ukrnafta“ angegriffen. Das meldete der Vorstandsvorsitzende des Energiekonzern Naftogaz Serhij Korezkyj auf Facebook. „Russland setzt seine gezielten Angriffe auf die Öl- und Gasinfrastruktur fort“, heißt es in dem Post. „Es wurde niemand verletzt, was die Hauptsache ist. Es sind jedoch Schäden entstanden, der Betrieb wurde eingestellt und es laufen dringende Reparaturarbeiten.“
In der vergangenen Nacht soll Russland laut Bericht der ukrainischen Nachrichtenagentur Ukrinform vor allem Energieobjekte in den westlichen Regionen der Ukraine ins Visier genommen haben. Die Stromversorgung in der Region Riwne wurde demnach fast komplett unterbrochen. In sieben weiteren Regionen kam es zu Stromausfällen.