Patrick Dorgu feiert mit seinen Teamkollegen von Man United

Stand: 26.12.2025 23:03 Uhr

Mit einem Volley-Kracher hat Flügelspieler Patrick Dorgu Manchester United zum Sieg über Newcastle geschossen. Nationalspieler Nick Woltemade blieb bei den Gästen zum Auftakt des 18. Premier-League-Spieltags wirkungslos und erlebte keinen schönen „Boxing Day“ am Freitagabend.


Markus Kramer

Beim 1:0 (1:0) für United entschied Dorgus Treffer aus dem ersten Durchgang 24. (Spielminute) die unterhaltsame Partie letztlich. Während Manchester in der ersten Halbzeit überlegen war, drängte Newcastle vor allem in der letzten halben Stunde auf den Ausgleich.

Die Defensive der „Red Devils“ hielt aber, sodass United den achten Saisonsieg einfuhr – und Newcastle tabellarisch distanzierte. Manchester steht bei 29 Punkten zumindest vorübergehend auf Rang fünf, während die Gäste auf Platz elf weiterhin im grauen Tabellenmittelfeld rangieren (23 Punkte).

United beginnt druckvoller

Mit dem bislang noch eher glücklosen Ex-Leipziger Benjamin Sesko in der Startelf begann United druckvoll. Casemiro, für den verletzten Bruno Fernandes neu im Team, hätte schon in der dritten Minute per Kopf treffen müssen, verfehlte bei seinem Versuch aus kurzer Distanz aber das Tor. Doch United blieb dran, Sesko selbst bot sich aus der Drehung eine gute Gelegenheit, aber auch der Abschluss des Slowenen verfehlte das Tor (11.).

Die verdiente Führung für die Heimmannschaft entsprang einer Klärungsaktion Woltemades. Einen weiten Einwurf köpfte der knapp zwei Meter große Stürmer aus dem eigenen Fünfmeterraum. Weil Newcastles Defensive aber zu schläfrig agierte, durfte Dorgu volley Maß nehmen – und schweißte den Ball aus 15 Metern ins kurze Eck. Es war Dorgus erstes Tor für United im 38. Spiel.

Mit Volldampf ins kurze Eck: Der Däne Dorgu trifft zur Führung

Auch in der Folge agierte Manchester etwas gefährlicher, erneut der auffällige Dorgu hätte erhöhen können (34.). Auch der ehemalige Leipziger Matheus Cunha kam gefährlich zum Abschluss, setzte seinen Fernschuss aber am Tor vorbei (36.). Newcastle präsentierte sich bemüht und teils gefällig im Kombinationsspiel, die letzte Torgefahr fehlte aber. Auch Woltemade war vor dem Tor kaum zu sehen.

Newcastle läuft an: Hall an die Latte

Während Woltemade auch nach dem Seitenwechsel recht unauffällig blieb und schließlich ausgewechselt wurde, zeigte seine Mannschaft insgesamt im zweiten Durchgang ein anderes Gesicht: Die Magpies spielten jetzt druckvoller, entschlossener. Weiterhin war Manchester, das leidenschaftlich verteidigte, schwer zu knacken, sodass sich Chancen nicht im Minutentakt ergaben. Dennoch wurde es vor Uniteds Tor Mitte der zweiten Halbzeit erstmals richtig brenzlig.

Der starke Linksverteidiger Lewis Hall feuert einen Distanz-Kracher ab, der an die Latte knallte (62.), kurz darauf blockt Lisandro Martinez einen Abschluss von Fabian Schär im Strafraum mit der Hand. Weil Uniteds Verteidiger den Ball zuvor an die Brust bekommen hatte, gab es keinen Strafstoß, auch wenn sich die Gäste vehement beschwerten.

Distanzversuch: Lewis Hall zieht mit seinem starken Linken ab

Die Magpies, bei denen der deutsche Nationalspieler Malick Thiaw eine gute Partie in der Innenverteidigung ablieferte, blieben bis zum Schluss die klar aktivere Mannschaft. Längst nicht alles gelang dem Team von Trainer Eddie Howe, aber seine Mannschaft rannte unermüdlich an und erspielte sich Torchancen, brachte etliche Hereingaben in den Sechzehner.

Manchester United hat das nötige Fortune

Dort fanden die Magpies allerdings nur selten ihre Abschlussspieler. Anthony Gordon wurde fünf Minuten vor dem Ende freigespielt, doch wenn sich dann mal gute Chancen wie diese ergaben, war Newcastle eben nicht auf den Punkt konzentriert: Gordon zimmerte den Ball aus 13 Metern klar drüber. Auch Youngster Lewis Miley ließ bei seinem Schuss über das Tor aus kurzer Distanz jegliche Kaltschnäuzigkeit vermissen (90.+1).

Am Ende bejubelte United einen nicht unverdienten Sieg, weil die Gastgeber stark verteidigten und ihre Führung per Traumtor sauber verwalteten. Dennoch war angesichts des Chancenplus für Newcastle auch klar: Das Quäntchen Glück, das United in der jüngeren Vergangenheit häufig nicht hold gewesen war, war an diesem Abend beim Heimteam.