Es gab Zeiten, da fühlte sich Duisburg gelegentlich an wie der Nabel der Pop- und Rockwelt. AC/DC war 1976 da, Meat Loaf 1994, „Wetten, dass..?“ lockte gar Phil Collins, Michael Jackson und Madonna in die Stadt. Diese Zeiten sind vorbei. Wer heute zu viel Geld dafür ausgeben möchte, große Stars aus weiter Ferne in einem Stadion zu betrachten, muss nach Gelsenkirchen fahren (Taylor Swift) oder nach Düsseldorf (Guns N‘Roses), um Duisburg macht die A-Riege jedenfalls einen Bogen.

Also fast. Ein paar große Namen bequemen sich 2026 doch auf die Bühnen der Stadt, unter ihnen auch solche, die international große Nummern sind (oder zumindest mal waren). Wir haben die Stars, die 2026 Duisburg beehren, sortiert nach Spielort, zusammengefasst.
Theater am Marientor
Der Name von Comedian Chris Tall mag zwar international klingen, das Publikum, das sich beim Satz „Darf er das?“ verlässlich vor Lachen die Schenkel wund klopft, ist aber ganz eindeutig deutsch. Am 8. März bringt er sein neues Programm „Keep Laughing“ zum ersten Mal nach Duisburg.
Weiter geht es am 2. Juni, und zwar direkt mit einem Star internationalen Kalibers, daran besteht nach einer 60-jährigen Karriere kein Zweifel. Dionne Warwick, begleitet von der Klassischen Philharmonie Nordwest, wagt einen neuen Anlauf in Duisburg, nachdem ihr eine kurzfristige Bein-OP im September 2025 einen Strich durch die Rechnung machte. „One Last Time“, ein letztes Mal, will die 85-Jährige ihr deutsches Publikum mit Hits wie „I Say A Little Prayer“ und „Heartbreaker“ beglücken.

Ein Weltstar in Duisburg: Dionne Warwick, hier bei ihrer Geburtstagsfeier in New Jersey am 12. Dezember 2025, wird im Theater am Marientor singen.
© Getty Images | MARK SAGLIOCCO
Am 11. Juni steht direkt der nächste Superstar auf den Brettern des TaMs, und diesmal einer von der aktuellen Sorte: Comedian Jimmy Carr begeistert das Publikum mit seiner bitterbösen Art, seinen One-Linern und der improvisierten Interaktion mit seinen Gästen.
24 Jahre Tür an Tür mit der Angebeteten gewohnt, einer Angebeteten namens: Alice. Sie kennen den Song, keine Frage, und auch die Band, die bis heute so eng mit ihm verknüpft ist. „Smokie“ spielt am 9. Oktober in Duisburg und bringt die 70er-Jahre mit.
Bora
Ein internationaler Star ist er sicher nicht, dafür aber sowas wie deutsches Fernsehen-Kulturerbe. Hugo Egon Balder moderierte „Alles Nichts Oder?!“, „RTL Samstag Nacht“, „Tutti Frutti“ und „Genial daneben“ – und genau davon will er am 13. März im Bora auch erzählen. Im übrigen auch von seinem „turbulenten Privatleben“, das immerhin schlappe fünf Ehen beinhaltet.
Landschaftspark Nord
Das Industriedenkmal in Meiderich wartet 2026 gleich zwei Mal mit echten „Star-Revues“ auf. Am 18. und 19. April dreht sich in der Kraftzentrale alles um Stars aus US-Filmen und Serien, bei „The Walker Stalker Germany“. Zu Gast sind etliche Schauspieler des Zombie-Hits „The Walking Dead“, darunter Chandler Riggs (Carl) und Michael Rooker, der als „Yondu“ auch in Marvels „Guardians Of The Galaxy“ zum Publikumsliebling wurde.

Das Traumzeit-Festival lockt im Juni 2026 einige Stars in den Duisburger Landschaftspark.
© FUNKE Foto Services | Alexandra Roth
Ein bisschen nischiger, aber nichtsdestotrotz schillernd, kommt das Line-Up des Traumzeit-Festivals vom 19. bis zum 21. Juni daher. Mit von der Partie sind zum Beispiel „International Music“ und Szeneliebling Betterov, der mit „Große Kunst“ gerade erst ein neues Album veröffentlicht hat, das bei Kritikern wie Publikum gleichermaßen hervorragend ankommt.
Rheinhausenhalle
Ein bisschen mutet das alte Schätzchen Rheinhausenhalle immer an wie ein gealterter Schlagerstar, der sich mit Auftritten bei Baumarkteröffnungen über Wasser hält. Doch unter der ledrigen Haut – oder der dunklen Holzvertäfelung, im Falle der Rheinhausenhalle – schlummert noch immer eine Menge Potenzial, und 2026 schickt die Bühne im Duisburger Westen an, dieses Potenzial wieder zu nutzen.
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Am 22. April kommt mit „El Hotzo“ (Sebastian Hotz) ein Satiriker, der in jüngerer Vergangenheit mit Skandalen und schon seit Längerem mit bissigen Beiträgen auf Twitter und Instagram Schlagzeilen macht. In der Rheinhausenhalle kombiniert er seine Bühnenshow mit einer Lesung seines neuen Romans „Sidekick“.

Ein Grenzgänger: Reinhold Messner erzählt in Duisburg von seinem „Leben am Limit“.
© Hendrik Schmidt/dpa | Hendrik Schmidt
Am 27. November erzählt Reinhold Messner von seinem „Leben am Limit“, und meint damit nicht nur seine waghalsigen Expeditionen in Bergen, Wüsten und eisigen Einöden, sondern auch sein Engagement für Nachhaltigkeit und Umweltschutz.