Sprühregen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt: Bereits am Freitagabend sorgte diese Mischung für zum Teil spiegelglatte Straßen und Wege in der Hauptstadt. Auch am Samstag scheint zunächst keine Besserung in Sicht: Bis etwa zum Mittag müsse im gesamten Stadtgebiet mit glatten Straßen und Wegen gerechnet werden, teilte die Feuerwehr in einer Warnung mit. „Vermeiden Sie nach Möglichkeit nicht notwendige Aufenthalte im Freien.“ Auch in der Nacht zum Sonntag könne es laut Deutschen Wetterdienst gebietsweise Glätte durch überfrierende Nässe geben. Die Berliner Feuerwehr bittet in einer Mitteilung um vorsichtiges Verhalten:
- Unnötige Aufenthalte im Freien möglichst vermeiden
- Auf Straßen und Gehwegen besonders vorsichtig gehen
- Fahrweise den glatten Straßenverhältnissen anpassen
Zahlreiche Unfälle in Berlin
Die Auswirkungen machten sich bereits am Freitagabend bemerkbar: Im Stadtgebiet kam es vermehrt zu Unfällen wegen Glatteis, wie ein Reporter von vor Ort berichtet. Auf der Gehrenseebrücke in Hohenschönhausen stießen zwei Pkw zusammen; eine Person wurde verletzt. Auf der Welsestraße in Hohenschönhausen rutschte ein Pkw wegen Glätte gegen einen Bordstein, wodurch die Hinterachse beschädigt wurde (siehe Bild). Glücklicherweise wurde hier niemand verletzt.
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Seit Freitagnachmittag seien der Einsatzzentrale 665 Verkehrsunfälle gemeldet worden, sagte ein Sprecher der Polizei. Dabei könne es zu Mehrfachmeldungen desselben Unfalls gekommen sein. Bei 20 Unfällen seien Menschen verletzt worden, eine Person habe schwere Verletzungen erlitten, hieß es. Zum Vergleich: Einen Tag vorher waren bei der Polizei im gleichen Zeitraum nur 152 Unfälle gemeldet worden. „Man sieht schon, dass die Glätte Auswirkungen auf das Straßenbild hatte“, sagte der Sprecher.
„Die Glättesituation fordert uns sehr“, sagte ein Sprecher der Berliner Feuerwehr am Samstagmorgen der Berliner Morgenpost. „Es ist die Summe der vielen kleinen Einsätzen.“ Insgesamt musste die Feuerwehr zwischen 0 und 8 Uhr rund 120-mal glättebedingt ausrücken. Überwiegend seien es Stürze und kleinere Unfälle gewesen. „Wir haben zusätzliche Rettungswagen im Dienst“, so der Sprecher weiter. Der größte Einsatz in diesem Zusammenhang war der Unfall am Freitagabend auf der Märkischen Allee in Marzahn, bei dem zwölf Pkw zusammengekracht waren. Dabei blieb es jedoch bei Blechschäden, niemand wurde verletzt.
Brandenburg: Zahlreiche Unfälle – keine Busse in Potsdam
Auch in Brandenburg war es in der Nacht und am frühen Morgen zu zahlreichen Unfällen gekommen. Nach vorläufigen Angaben der Polizei wurden seit Freitagabend 18.00 Uhr rund 120 Verkehrsunfälle registriert. Dabei seien 19 Menschen verletzt worden, sagte ein Sprecher.
Die Zahlen seien noch nicht belastbar, eine abschließende Statistik werde erst am folgenden Tag erwartet, teilte die Polizei mit. Bereits jetzt liege das Unfallgeschehen jedoch deutlich über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Glätte wird als Unfallursache statistisch aber nicht gesondert erfasst, erklärte der Polizeisprecher.
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Am Morgen fuhren in Potsdam aufgrund der Kälte keine Busse. „Witterungsbedingt ist der Busverkehr im Stadtgebiet Potsdam aktuell eingestellt“, hieß es von den Stadtwerken Potsdam. Die Polizei rief Verkehrsteilnehmer angesichts der Wetterlage zu besonderer Achtsamkeit auf.
mit dpa