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Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Die USA bestätigen ein Treffen von Trump mit Selenskyj. Russland startet eine großangelegte Raketenoffensive. Der News-Ticker.

Update, 14:20 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist zu einem Treffen mit ‌US-Präsident Donald Trump in die USA aufgebrochen. Er werde sich bei einem Zwischenstopp in Kanada mit dem kanadischen Premierminister Mark Carney treffen, sagte Selenskyj laut Reuters. Mit Blick ⁠auf die Gespräche mit Trump über einen Friedensplan erklärte er, die Ukraine habe ihre „roten Linien“. Er sei aber sicher, dass ein Kompromiss gefunden werden ‍könne. Zugleich hob er noch einmal die Bedeutung von US-Sicherheitsgarantien für ‌den Friedensprozess hervor. Sie seien der Schlüssel zum Frieden, sagte er in Sprachnachrichten an Reporter.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Russland attackiert Kiew

Update, 13:45 Uhr: Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist heute Nacht von schweren russischen Luftschlägen getroffen worden. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko gab nun neue Details bekannt. Auf seinem Telegram-Kanal berichtete er von Bränden in zwei Hochhäusern sowie anderen Gebäuden. An mehreren Stellen in Kiew seien auch Autos in Brand geraten, teilte Klitschko weiter mit. In mehr als 4000 Wohnhäusern sei die zentrale Wärmeversorgung ausgefallen. Auch 187 Kindergärten, 138 Schulen und 22 soziale Einrichtungen seien ohne Heizung, teilte Klitschko mit. „Energieversorger und Kommunalbetriebe arbeiten daran, die Energie- und Wärmeversorgung wiederherzustellen.“ Mehr als zwei Dutzend Menschen seien verletzt worden. 

Rettungskräfte arbeiten in einem durch einen russischen Angriff schwer beschädigten Hochhaus.Rettungskräfte arbeiten in einem durch einen russischen Angriff schwer beschädigten Hochhaus. © Efrem Lukatsky/dpaAktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Heizungen in Kiew nach russischen Angriffen ausgefallen

Update, 12:25 Uhr: In Kiew sind nach dem nächtlichen russischen Angriff Tausende Gebäude ohne Heizung. Betroffen seien mehr als 2600 Wohngebäude, 187 Kindergärten und 138 Schulen, teilte die Stadtverwaltung mit. Die Temperatur in der Hauptstadt liegt bei etwa null Grad Celsius. In der umliegenden Region Kiew sind den Behörden ⁠zufolge zudem 320.000 Haushalte ohne Strom. Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland bei seinen Attacken fast 500 Drohnen und 40 Raketen eingesetzt. Wenn Russland selbst die Weihnachts- und Neujahrszeit in eine Zeit zerstörter Häuser und Kraftwerke verwandle, könne auf dieses „krankhafte Vorgehen“ nur mit „wirklich starken Schritten“ geantwortet werden, schrieb Selenskyj vor seinem Treffen mit Donald Trump am Sonntag auf X.

Heftiger Angriff auf Kiew: Die Bilder der ZerstörungRussland startet kurz nach Weihnachten einen massiven Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew. Es gibt zahlreiche Opfer, Tausende Haushalte sind ohne Strom und Heizung. Fotostrecke ansehen

Update, 11:30 Uhr: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will heute an einer Telefonkonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ⁠und US-Präsident Donald Trump teilnehmen. An dem Gespräch sollen zudem weitere europäische Staats- und Regierungschefs teilnehmen. Das teilte ein Sprecher der Kommission der Nachrichtenagentur Reuters mit.

Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Schwere russische Angriffe vor Trump-Selenskyj-Treffen

Update, 10:25 Uhr: Russland übt vor dem morgigen Treffen des ukrainischen Staatschefs Selenskyj mit US-Präsident Trump weiter massiv militärischen Druck aus. So sind in der ukrainischen Hauptstadt Kiew nach russischen Luftschlägen in zwei Hochhäusern nach Angaben von Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko schwere Brände ausgebrochen. Klitschko berichtete in seinem Telegram-Kanal auch von 19 Verletzten. Die Zahl erhöhte sich im Verlauf des Morgens immer wieder. Zudem sind laut Behörden mehrere Wohnhäuser in Brand geraten. In der Hauptstadt fiel in Tausenden Haushalten die Heizung aus. 

Ukraine-Krieg aktuell: Russland erhebt Vorwürfe gegen Kiew

Update, 9:25 Uhr: Russland wirft der Ukraine vor dem geplanten Treffen zwischen Selenskyj und Trump vor, die Gespräche über einen Friedensplan zu „torpedieren“. Der neue Entwurf sei „radikal anders“ als der Text, über den Moskau mit Washington verhandelt habe, sagte der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow. Die Ukraine und ihre Unterstützer – allen voran die EU, die „nicht für eine Einigung“ in dem Konflikt sei – hätten ihre „Bemühungen verstärkt, sie zu torpedieren“, sagte Rjabkow im russischen Fernsehen. „Ohne angemessene Lösung der Probleme, die zu dieser Krise geführt haben, wird es ganz einfach unmöglich sein, zu einer abschließenden Einigung zu gelangen“, betonte der russische Vize-Außenminister.

Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Treffen von Trump und Selenskyj am Sonntag

Erstmeldung: Palm Beach – US-Präsident Donald Trump empfängt am Sonntag (28. Dezember) den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Das Weiße Haus kündigte das bilaterale Treffen in Palm Beach im Bundesstaat Florida für 15.00 Uhr Ortszeit (21.00 Uhr MEZ) an. Bei dem neuen Spitzentreffen soll weiter über ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs gesprochen werden. Russland kam in der Ankündigung nicht vor, Gespräche auch mit Moskau schienen also zunächst nicht geplant.

Selenskyj hatte das Treffen mit Trump bereits angekündigt. „Bis Neujahr kann noch viel entschieden werden“, schrieb er in den Netzwerken Telegram und X. Einen genauen Termin hatte er aber zunächst nicht genannt. Trump hält sich derzeit in seiner Residenz Mar-a-Lago auf. Nach Einschätzung des US-Nachrichtenportals Axios dürfte ein Treffen der Staatschefs bedeuten, dass es inzwischen eine bedeutende Annäherung zwischen den USA und der Ukraine gibt. Trump hatte zuvor gesagt, er wolle sich nur mit Selenskyj treffen, wenn ein Deal in Reichweite ist. 

Frieden im Ukraine-Krieg?

Selenskyj erklärte, bei seinem persönlichen Gespräch mit Trump würden „sensible“ Themen wie der Streit um die Region Donbass oder die Zukunft des Atomkraftwerks Saporischschja zur Sprache kommen. Außerdem werde es um mögliche bilaterale Abkommen zwischen Washington und Kiew etwa zu Sicherheitsgarantien gehen.

Trump betonte, es sei nichts beschlossen, solange er kein grünes Licht gebe. Selenskyj „hat nichts, solange ich nicht meine Zustimmung gebe“, sagte er der US-Plattform Politico. „Wir werden also sehen, was er hat“, fügte Trump hinzu. Zugleich betonte er mit Blick auf das Treffen mit Selenskyj: „Ich denke, dass es mit ihm gut laufen wird. Ich denke, dass es mit (dem russischen Präsidenten Wladimir) Putin gut laufen wird“, mit dem Selenskyj „bald“ sprechen wolle.

Russland startet neue Angriffe

Unterdessen hat das russische Militär die Ukraine in der Nacht auf Samstag erneut mit Raketenangriffen überzogen. Betroffen war auch die Hauptstadt. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko erklärte auf Telegram: „Explosionen in der Hauptstadt. Die Luftabwehr ist im Einsatz. Bleiben Sie in Schutzräumen.“ Nach seinen Angaben wurden fünf Menschen verletzt. Auch zivile Infrastruktur wurde demnach beschädigt.

Nach Angaben des ukrainischen Militärs hat Russland auch andere Regionen der Ukraine ⁠massiv mit Raketen und Drohnen angegriffen. ​Die ukrainische Luftwaffe warnte vor Attacken unter anderem in den Regionen Tschernihiw, Mykolajiw, Charkiw und Schytomyr. Aus mehreren Orten wurden Explosionen und Brände gemeldet. (Quellen: dpa, AFP) (cs)