Spieler, welche ihrem Hobby primär unter Linux nachgehen wollen, stehen immer wieder unweigerlich vor dieser Frage: Welche Distributionen eignen sich besonders gut für das Spielen und Streamen unter Linux? Das noch immer junge Nobara Project möchte darauf einmal mehr die passende Antwort liefern und baut hierfür die äußerst populäre Linux-Distribution Fedora 43 Workstation vollständig zu einem dedizierten „Gaming-Betriebssystem“ für ernsthafte Spieler und ambitionierte Streamer um.
Die neueste Version der Gaming-Distribution hört auf die offizielle Bezeichnung Nobara Linux 43 („Forty-Three“) und bessert einmal mehr in allen relevanten Bereichen nach. Das Ergebnis? Die absolute Referenz für das Spielen unter Linux wird jetzt noch besser und bringt zahlreiche neue Tweaks und Tools mit, welche das Spielen unter Linux noch besser und komfortabler machen sollen. Kernel, Treiber, APIs und Laufzeitumgebungen wurden dafür auf den neuesten Stand gebracht.
Fedora 43 und Linux 6.18 dienen als Basis
In der neuen Version Nobara Linux 43 („Forty-Three“) lassen der Entwickler und die Community weitere Optimierungen für das Spielen unter Linux einfließen und machen die aktuelle Referenz für Linux-Gaming so noch ein wenig besser. Auch die neuesten Softwarepakete, Grafiktreiber, APIs sowie Laufzeitumgebungen sind dabei und als Fundament dienen die Fedora 43 Workstation und Linux 6.18.2. Mit an Bord ist dementsprechend auch der neue Mesa-Grafikstack in der Version 25.3.2.
Kompromisslos für das Spielen unter Linux optimiert
Das Nobara Project, das von Thomas („GloriousEggroll“) Crider, seines Zeichens Software-Ingenieur bei Red Hat, welcher außerdem auch für die für das Spielen unter Linux essenziellen Softwarepakete Proton GE Custom, Wine GE Custom sowie Proton Wine verantwortlich ist, ins Leben gerufen wurde, baut die sehr populäre und unter Spielern weitverbreitete Distribution Fedora 43 von Grund auf um. Die Quintessenz daraus ist eine maßgeschneiderte „Gaming-Distribution“, welche insbesondere auf das Spielen mit Proton unter Steam prädestiniert ist.
Neuerungen von Nobara Linux 43 („Forty-Three“) im Detail
Die nachfolgenden Softwarepakete wurden auf den neuesten Stand aktualisiert und stellen das moderne und stabile Fundament von Nobara Linux 43 dar.
- Linux v6.18.2
- Mesa 3D v25.3.2
- Nvidia v580.119.2
- Nvidia v590.48.01
- GStreamer v1.26.9
- Proton GE Custom v10-27
- Wine GE Custom v8-26
- KDE Plasma v6.5.4
- Gnome v49.2
- DXVK v2.7.1
Vorbei sind mittlerweile auch die Zeiten des monolithischen Basis-Skripts. Anwender werden jetzt von einer extrem schlanke Anwendung mit Python-GUI, die nahtlos in den Nobara Package Manager integriert ist, begrüßt. Erneut mit an Bord sind auch das mit Nobara Linux 41 eingeführte Nobara Tweak Tool sowie der Nobara Driver Manager.
Eine Gaming-Distribution von Spielern für die Spieler
Anders als bei vielen Hobby-Projekten, die aufgrund des Open-Source-Ansatzes wie Pilze aus dem Boden sprießen, handelt es sich bei dem erstmalig 2022 erschienenen „Nobara Project“ um ein Projekt auf Basis echter Expertise. Der hauptverantwortliche Entwickler Thomas Crider, hauptberuflich tätig als Software Maintenance Engineer beim Linux-Giganten Red Hat, innerhalb der Gaming-Szene besser bekannt als „GloriousEggroll“, hat sich über Jahre den Ruf eines Experten erarbeitet.
Fedora 43 Workstation für Spieler umgebaut
Auf Basis der aktuellen Fedora 43 Workstation mit den Desktops KDE Plasma 6.5.4 und Gnome 49.2 sowie dem Betriebssystemkernel Linux 6.18.2 schneidert das sehr ambitionierte Projekt eine echte Gaming-Distribution, welche bereits alle nötigen Abhängigkeiten der zu Windows kompatiblen Laufzeitumgebung Wine 10.x vollumfänglich auflöst und darüber hinaus auch schon nachfolgende Softwareinstallationen „Out of the Box“ für Spieler mitbringt.
Steam
- Proton
- Proton GE Custom
- ProtonUp-Qt Updater
Wine
- Wine GE Custom
- Proton Wine
Spiele-Clients
- Lutris
- EmuDeck
- RetroArch
- Heroic Games Launcher
- PlayOnLinux
- GameHub
- Bottles
- itch.io
Seit dem Release von Nobara Linux 42 im Mai dieses Jahres kommt Flatpost zum Einsatz. Dabei handelt es sich um ein hauseigenes GTK-Frontend für die Installation, Deinstallation und Aktualisierung sowie die Rechteverwaltung der optional nutzbaren Flatpak-Softwarepaketen der Gaming-Distribution. Als Standard-Browser kommt seitdem auch Brave zum Einsatz, welcher den Mozilla Firefox ersetzt hat.
Ein sehr konsistentes Look and Feel
Ein eigenes Theme für den Desktop sowie die Icons und Menüs sind bei Nobara Linux obligatorisch und sorgen für ein konsistentes Design und einen einheitlichen Auftritt der Linux-Distribution und ihrer hauseigenen Werkzeuge und Apps. Das stabile Fundament wurde ohne große Änderungen von Fedora 43 übernommen.

