Katzenliebhabern schlägt das Herz höher, wenn sie einen Luchs sehen: die stattlichen Katzen mit den typischen Pinselohren und dem Punktmuster sind die größeren Verwandten unserer Hauskatzen. Doch während diese sich seit Jahrhunderten gemütlich in geheizten Räumen und vollen Bäuchen in Haus und Wohnung räkeln, galten die Luchse lange Jahre in unseren Breiten als ausgerottet.

Die Luchse genießen die Wintersonne.

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Die Luchse genießen die Wintersonne.
Foto: Zoo Karlsruhe / Facebook

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Die Luchse genießen die Wintersonne.
Foto: Zoo Karlsruhe / Facebook

Aber seit einigen Jahren versuchen Tierschützer das scheue Tier wieder anzusiedeln. An einigen Orten Deutschlands ist dies bereits gelungen. Der Zoo Karlsruhe unterhält seit diesem Jahr im Oberwald ein Auswilderungsgehege, Bis zum Jahr 2027 ist die Auswilderung von bis zu zehn Luchsen in Baden-Württemberg vorgesehen, informiert der Zoo und fügt hinzu, dass der Schwarzwald mit seinem Wildreichtum und seinen großen zusammenhängenden Waldflächen sehr gute Bedingungen für den Luchs bietet.

Nicht jede Auswilderung gelingt

Die Auswilderung von Luchsen im Schwarzwald wird bereits seit zehn Jahren betrieben. Denn bis vor 200 Jahren waren die schönen Tiere dort heimisch. Für Trauer und Bestürzung hatte daher im vergangenen Jahr der Tod der Luchsdame Finja gesorgt. Sie war im Dezember 2023 als erstes Weibchen im Nordschwarzwald ausgewildert worden.

Den beiden Jungtieren, die heuer im Zoo Karlsruhe geboren wurden. wird hoffentlich ein besseres Schicksal beschieden sein. Sie sind die Nachkommen von Viorel und Eva und genetisch scheinen sie perfekt für ein Leben in freier Wildbahn. Deswegen ist der Bereich rund um das Luchsgehege derzeit abgesperrt: Nur wenn die Tiere sehr scheu sind und mit möglichst geringem Menschenkontakt aufwachsen, können sie später in der Natur gut zurechtkommen.

Aber dennoch ergattern manchmal Zoobesucher einen blick auf die scheuen Katzenkinder und mit einem guten Kameraobjektiv kann man sie auch von weitem bewundern. Denn in freier Wildbahn kann man die Tiere in unseren Breitengraden nicht entdecken.

  • Veronika Hartmann

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