Bei mehreren Lawinenabgängen in Frankreich und Zentralgriechenland sind sechs Menschen ums Leben gekommen. Zwei Opfer erlitten einen Herz-Stillstand.

Von oss/dpa vor 6 Stunden Burda

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Das Skigebiet La Plagne in den französischen Alpen: Eine Lawine erfasste eine Gruppe, die abseits der Pisten unterwegs war. Der Bergführer starb.

(dpa)

Bei Lawinenabgängen in den französischen Alpen sind Medienberichten zufolge zwei Skifahrer ums Leben gekommen. Eine Lawine riss demnach am Freitag eine Gruppe mit, die abseits der Pisten im Skigebiet La Plagne in den Savoyen unterwegs war, etwa auf 2500 Metern Höhe.

Der 60 Jahre alte Bergführer der Gruppe erlitt einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Er konnte zunächst von Rettungskräften wiederbelebt werden, starb aber laut französischen Medien später im Krankenhaus. Eine 50-jährige Frau aus der Gruppe wurde demnach verletzt mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen.

Zwei weitere Skifahrer mit leichteren Verletzungen seien ebenfalls in Kliniken gebracht worden, teilten Medien unter Berufung auf die Bergrettung mit. Für das Skigebiet La Plagne habe zuletzt eine begrenzte Lawinengefahr, hieß es unter Verweis auf den Bergwetterbericht des französischen Wetterdienstes.

Lawine in Valloire erfasst vier Skitourengeher

Eine weitere Lawine traf am Freitag das Gebiet Valloire. Sie riss Berichten zufolge vier Menschen mit, die auf einer Skitour auf etwa 2300 Metern Höhe unterwegs waren. Einer von ihnen habe ebenfalls einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten und nicht wiederbelebt werden können.

Schweres Lawinen-Unglück in Griechenland

Ein weiteres schweres Lawinenunglück hat sich in Zentralgriechenland ereignet. Vier Menschen kamen dabei ums Leben. Das Unglück ereignete sich in den Vardousia-Bergen in der Region Fokida, wie die Tageszeitung „Kathimerini“ unter Berufung auf die Rettungskräfte berichtete.

Zunächst waren demnach am Donnerstagabend drei Männer als vermisst gemeldet worden; sie waren von der Ortschaft Athanasios Diakos zum rund 2500 Meter hohen Korakas-Gipfel aufgebrochen. Irgendwann sei der Telefonkontakt abgebrochen, so dass Freunde und Verwandte sich Sorgen machten.

Erfahrene Bergsteiger unter den Opfern

Am Freitag fanden Rettungskräfte nicht nur die drei Vermissten, sondern auch eine Frau Mitte 30 tot auf – sie soll die Freundin eines der Opfer gewesen und zunächst von niemandem als vermisst gemeldet worden sein. Die Menschen hätten sich alle nah beieinander befunden, was als Indiz gewertet werde, dass sie von der Lawine völlig überrascht wurden und nicht einmal versuchen konnten, sich in Sicherheit zu bringen, berichtete die „Kathimerini“.

Den Rettungskräften zufolge handelte es sich bei zweien der Männer um erfahrene Bergsteiger; zunächst habe man gehofft, die Menschen hätten Schutz gefunden. Das gebirgige Terrain sei jedoch schwierig und gefährlich gewesen, besonders bei schlechtem Wetter, hieß es. Die Bergungsarbeiten dauern an.