Matias Gidsel von den Füchse Berlin jubelt | Bild: IMAGO/Jan Huebner

Stand: 27.12.2025 21:21 Uhr

Die Füchse Berlin rutschen mit dem guten Gefühl eines Sieges in das neue Jahr. Die Handballer gewinnen am Samstag ihr Heimspiel gegen Göppingen souverän mit 42:29 und feiern nebenbei vier wichtige Vertragsverlängerungen.

Die Füchse Berlin beenden ihr Sportjahr 2025 mit einem Sieg. Am Samstagabend gewannen die Berliner Handballer ihr Heimspiel gegen Göppingen mit 42:29 (17:17). Bester Berliner Werfer wurde Matias Gidsel mit acht Treffern. Zur vorsilvesterlichen Feierstimmung in der gut besuchten Max-Schmeling-Halle trugen am Samstag auch die Vertragsverlängerungen mit gleich vier Eigengewächsen und Leistungsträgern bei.

Umjubelte Vertragsverlängerungen beflügeln die Füchse

Ein Quartett an Namen stand am Samstag auf der Liste derjenigen, die ihr Arbeitspapier beim amtierenden deutschen Meister verlängert haben. Die Nationalspieler Nils Lichtlein, Tim Freihöfer, Matthes Langhoff sowie Torwart Lasse Ludwig verlängerten allesamt ihre Verträge und werden aller Voraussicht nach mindestens bis zum Sommer 2030 weiter im Trikot der Berliner auflaufen. Sie alle ernteten am Samstag angesichts dieser Entscheidung Applaus vom Berliner Publikum.
 
Auch das anschließende spielerische Geschehen auf dem Parkett war ganz nach dem Geschmack der Fans aus der Hauptstadt. Wenngleich Rückraumspieler Tobias Grøndahl in den Anfangsminuten gleich zwei Siebenmeter verwarf, setzten sich die favorisierten Gastgeber dennoch im Laufe der ersten Halbzeit sukzessive ab. Nach knapp 20 gespielten Minuten, einigen starken Paraden von Torwart Dejan Milosavljev und schnellem Umschaltspiel führten die Berliner mit 11:7.
 
Göppingen spielte offensiv zwar solide und mit viel Mut, hatte defensiv allerdings massive Probleme gegen die hohe Geschwindigkeit im Spiel der Füchse. Die Berliner bewegten nicht nur sich selbst im Eiltempo über das Parkett, sondern immer wieder auch den Ball über die gesamte Breite des Parketts. Das Ergebnis war eine 15:11-Führung nach 23 Minuten.

Auch auf dem Videowürfel gefeiert: das Quartett der Bleibenden | Bild: IMAGO/Jan Huebner

Füchse konternt Göppinger Aufbäumen eindrucksvoll

Es folgte allerdings noch vor der Halbzeit ein Aufbäumen der Göppinger gegen die nur scheinbar souverän spielenden Gastgeber. Kurz vor Ende der ersten Hälfte glichen die Gäste das Spiel beim Stand von 17:17 aus. Eine gute Viertelstunde Halbzeitpause und einen Angriff später gingen sie durch ihren Treffer zum 18:17 sogar erstmals in Führung.
 
Aber die Füchse wären nicht die Füchse, wenn sie sich von einer Herausforderung nicht kitzeln lassen würden. Angetrieben von den Paraden des eingewechselten und prompt stark haltenden Lasse Ludwig spielten sie sich nun in einen Rausch. Sechs Treffer in Serie erzielten die nun inspirierten Berliner gegen die nun überforderten Göppinger. Nach nicht einmal zehn gespielten Minuten in der zweiten Halbzeit führten sie mit 26:19, kurz darauf erstmals mit zehn Toren.

Berliner Offensivzug rollt ungebremst zum Sieg

Was folgte, war eine weitgehend entspannte Schlussviertelstunde für Füchse-Trainer Nicolej Krickau und dessen Mannschaft. Während Krickau angesichts der anhaltenden Paraden von Lasse Ludwig immer wieder jubelnd die Fäuste ballte, rollte der Berliner Offensivzug ungebremst im Eiltempo weiter – und wurde dabei passenderweise aus den Boxen vom Sound des Partyhits „Der Zug hat keine Bremsen“ begleitet.
 
So wuchs die Berliner Führung im Verlauf der zweiten Halbzeit stetig in neue Höhen und wurde dabei von einer Vielzahl von Füchsen gefüttert. Nicht zuletzt trug sich der zuletzt wiedergenesene Lukas Herburger in die Liste der Torschützen ein. Am Ende machten die Berliner einen ebenso deutlichen wie verdienten 42:29-Heimsieg perfekt. Somit beenden sie das Jahr 2025 mit 30 Punkten und somit in Schlagdistanz zur SG Flensburg-Handewitt auf dem zweiten Champions-League-Platz.

Sendung: rbb|24, 27.12.2025, 21:10 Uhr

Rundfunk Berlin-Brandenburg