In Berlin bleibt der Anteil von Kindern und Jugendlichen unter den Gewalttätern auch 2025 hoch. Zugleich ist der Anteil nichtdeutscher Verdächtiger deutlich gestiegen. Das sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel der Welt.
«Bei den Gewalttaten insgesamt sehen wir tendenziell im Jahr 2025 einen leichten Rückgang. Bei den Kindern und Jugendlichen bleibt es aber ungefähr auf dem Niveau aus 2024, als etwa acht Prozent der Gewalttaten von Kindern und 14 Prozent von Jugendlichen verübt wurden», sagte Slowik Meisel. Der Anteil sei damit «wie in den Vorjahren besorgniserregend hoch». Viele Taten junger Menschen spielten sich im öffentlichen Raum ab, wenn Streitigkeiten innerhalb von Gruppen ausgetragen würden.
Beim Einsatz von Messern handle es sich überwiegend um ein Problem junger Männer, betonte sie. Die Polizei sehe «nach wie vor bei Gewalttaten einen deutlich höheren Anteil nichtdeutscher junger Menschen im Vergleich zu deutschen Kindern und Jugendlichen».
Mit dem neuen Programm «Stark ohne Klinge» will die Polizei dem Trend begegnen. Vor allem junge Männer glaubten, zur Selbstverteidigung ein Messer tragen zu müssen. «Wir wollen mit dem Programm deutlich machen, dass das nicht ein Mittel zur Selbstverteidigung ist, sondern lebensgefährlich», sagte Slowik Meisel.
Sie forderte zudem schnellere Jugendstrafverfahren: «Es ist zwar banal, aber man kann sagen: Die Strafe muss viel schneller nach der Tat erfolgen.» Nur so könnten kriminelle Karrieren früher unterbrochen werden.