Bielefeld. Bielefeld erlebte am Samstag eine rutschige Überraschung: In mehreren Stadtteilen meldeten Anwohner spiegelglatte Straßen und Gehwege. Die Polizei bestätigte sieben Glatteisunfälle seit 14 Uhr. „Wir gehen davon aus, dass sich das Unfallgeschehen über den gesamten Abend hinziehen wird“, hieß es aus der Leitstelle. Besonders auf Nebenstraßen, in Wohngebieten sowie auf nicht oder nur gestreuten Wegen war die Fahrbahn stellenweise von einer kaum sichtbaren Eisschicht überzogen.
Meteorologische Grundlage war laut wetter.de eine Kombination aus Restnässe und leichtem Niederschlag, die bei Temperaturen knapp über null Grad auf gefrorene Böden treffen. Für Nordrhein-Westfalen galt in der Nacht und am Vormittag eine amtliche Warnung vor Frost und Glätte, die auch den Raum Bielefeld umfasste. Seit dem frühen Nachmittag warnte der Deutsche Wetterdienst vor „markanter Glätte“.
Autofahrer sollten laut Wetterdiensten auf plötzlich auftretende Glätte vorbereitet sein, besonders in Kurven, an Kreuzungen, auf Brücken und in höher gelegenen Stadtteilen. Der DWD riet, nicht notwendige Aufenthalte im Freien und Fahrten zu vermeiden und ansonsten das Verhalten im Straßenverkehr anzupassen sowie Verzögerungen und Behinderungen einzuplanen.
In Niedersachen kam es am frühen Morgen zu einem Unfall auf der spiegelglatten Autobahn 1. Dabei wurden nach Polizeiangaben fünf Menschen leicht verletzt.
| © Nord-West-Media TV/Nord-West-Media TV /dpa
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Bundesweit hatte die Wetterlage bereits zu zahlreichen Unfällen geführt: Auf der A1 in Niedersachsen wurden auf spiegelglatter Fahrbahn 13 Menschen verletzt, Rettungskräfte konnten sich dort nur in kleinen Schritten fortbewegen. In Brandenburg wurden nach vorläufigen Angaben der Polizei seit Freitagabend rund 120 Verkehrsunfälle registriert. Dabei seien 19 Menschen verletzt worden. Ursache war in nahezu allen Fällen nicht angepasste Geschwindigkeit auf plötzlich spiegelglatter Fahrbahn.
Die Polizei riet deshalb auch in Bielefeld zu angepasster Geschwindigkeit, mehr Abstand und im Zweifel dazu, den Wagen stehenzulassen. Für Fußgänger war besondere Vorsicht auf Treppen, Radwegen und in Ein- und Ausfahrten geboten – ein Sturz auf blankem Eis endet schnell im Krankenhaus.
Gegen Abend beruhigte sich die Lage.
