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Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Trump und Selenskyj sprechen über einen möglichen Friedensschluss. Doch es bleibt wenig Konkretes. Der News-Ticker.

Palm Beach – Das mit Spannung erwartete Treffen von US-Präsident Donald Trump mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Florida ist ohne greifbare Ergebnisse zu Ende gegangen. Auf die Frage, wann ein Abkommen für ein Ende des Ukraine-Kriegs möglich sei, sagte Trump bei der gemeinsamen Pressekonferenz: „Wenn es wirklich gut läuft, vielleicht in ein paar Wochen. Und wenn es schlechter läuft, länger. Und wenn es wirklich schlecht läuft, dann wird es nicht passieren.“ 

US-Präsident Trump empfängt Präsident Selenskyj in FloridaDas Treffen von Trump und Selenskyj endete ohne konkrete Ergebnisse. © Alex Brandon/AP/dpaTransparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Russland war als entscheidender Akteur für ein Ende des Ukraine-Kriegs an den Verhandlungen nicht beteiligt. Trump telefonierte zwar vor seinem Selenskyj-Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin, aber erkennbare Fortschritte in Richtung Frieden gab es dabei nicht. Putin hatte zuvor auch öffentlich erklärt, dass Moskau seine Kriegsziele auch auf dem Schlachtfeld erreichen könne, wenn Selenskyj die Forderungen Moskaus ablehne.

Ukraine-Gespräche ohne Ergebnisse

Einer der zentralsten Streitpunkte zwischen der Ukraine und Russland bleibt weiterhin ungelöst: der Status des Donbass, der die ostukrainischen Regionen Donezk und Luhansk umfasst. Trump, der die Ukraine früher bereits selbst zum Gebietsverzicht aufgerufen hatte, sprach von einer „schwierigen Frage“. Bei seinem Gespräch mit Putin dürfte auch dieser Punkt Thema gewesen sein. Details nannte Trump aber nicht.

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Konkret geht es um jene Regionen im Gebiet Donezk, die Kiew bisher kontrolliert und Moskau nicht erobern konnte, aber für sich beansprucht. Selenskyj hatte stets abgelehnt, für einen Moskauer Diktatfrieden die 30 Prozent Territorium aufzugeben. Als Kompromiss ist Russland allenfalls bereit zuzugestehen, dass statt Soldaten in dem Gebiet die Nationalgarde und die Polizei die Kontrolle übernehmen. Die russische Nationalgarde ist allerdings auch militärisch organisiert.

Macron sieht Fortschritte

Selenskyj und Trump sprachen auch per Videoschalte mit mehreren europäischen Staats- und Regierungschefs, darunter Kanzler Friedrich Merz (CDU), der britische Premier Keir Starmer, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen. Die deutsche Politikerin schrieb danach bei X, es sei ein gutes, einstündiges Gespräch gewesen. „Es wurden gute Fortschritte erzielt, die wir begrüßen.“ Europa sei bereit, die Zusammenarbeit mit der Ukraine und den USA fortzusetzen, um diese Fortschritte zu festigen.

Macron bestätigte später auf X: „Wir machen Fortschritte bei den Sicherheitsgarantien.“ Hintergrund ist die ukrainische Forderung, dass die USA als Schutzmacht die Ukraine nach einem Waffenstillstand vor künftigen russischen Angriffen abschirmen. Anfang Januar werde zudem die sogenannte Koalition der Willigen in Paris zusammenkommen, „um die konkreten Beiträge jedes einzelnen Landes endgültig festzulegen“, schrieb Macron weiter. (Quellen: dpa, AFP, Reuters) (cs)