- Der Tessiner Fotograf Milo Keller ist mit 46 Jahren nach langer Krankheit gestorben.
- Keller war Hochschuldozent und gründete an der ECAL den ersten Masterstudiengang für Fotografie.
- Seine Werke wurden international ausgestellt und ausgezeichnet.
Der Tessiner Fotograf, Künstler und Hochschuldozent Milo Keller ist tot. Er starb im Alter von 46 Jahren nach langer Krankheit. Das teilte die Kunsthochschule École cantonale d’art de Lausanne (ECAL) am Montag mit.
Geboren 1979 in Lugano, machte sich Keller mit Arbeiten an der Schnittstelle von Architektur und Gestaltung einen Namen. 2006 wurde er mit einem Swiss Design Award für ein Projekt zur Bauphase des Eisenbahngrossprojekts AlpTransit ausgezeichnet.
Erster Masterstudiengang für Fotografie
Seit 2007 war Keller an der ECAL tätig. 2012 übernahm er die Leitung des Bachelorstudiengangs Fotografie. 2016 gründete er den ersten Masterstudiengang für Fotografie in der Schweiz – ebenfalls an der ECAL. Seine Werke wurden in renommierten Institutionen gezeigt, darunter die Aperture Gallery in New York, das Musée de l’Elysée in Lausanne und das Museum für Gestaltung in Zürich.
Neben seiner künstlerischen Tätigkeit war Keller auch als Kurator und Forscher aktiv. Er arbeitete regelmässig mit internationalen Publikationen wie «Vogue» zusammen und setzte sich intensiv mit der Zukunft der Fotografie auseinander.
«Unermüdliche Leidenschaft für die Fotografie»
Die ECAL würdigte Keller in einer Mitteilung als «engagierten Pädagogen mit unermüdlicher Leidenschaft für die Fotografie». Bis zuletzt habe er Anteil am Leben der Schule genommen und die Projekte seiner Studierenden begleitet.
Seine künstlerische, intellektuelle und menschliche Hinterlassenschaft werde künftige Generationen weiter inspirieren.
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Jonas Bucher ist Blattmacher stellvertretender Co-Leiter des Newsdesks bei 20 Minuten. Er ist seit 25 Jahren in der Medienbranche tätig und 20 Minuten stets treu geblieben.