Wer daran zweifelte, dass Timothée Chalamet einer der größten Kino-Mega-Stars dieser Zeit ist, muss langsam wirklich Abbitte leisten. Denn er bewies nun erneut, wie man einen Film zum Erfolg macht…

Beim ersten Blick auf die US-Kinocharts dominiert natürlich „Avatar 3: Fire And Ash“. 64 Millionen Dollar am reinen Wochenende, mittlerweile 218 Millionen Dollar in gerade einmal 10 Tagen allein in Nordamerika – das sind mal wieder sensationelle Zahlen für James Cameron. Doch spannender ist der Blick auf einen anderen Titel.

An Weihnachten startete „Marty Supreme“ endlich landesweit in den US-Kinos und spielte jetzt bereits über 28 Millionen Dollar ein. Dabei läuft der Film in „nur“ rund 2.600 Kinos (zum Vergleich: „Avatar 3“ wird auf 3.800 Leinwänden gezeigt). Das sind sensationelle Zahlen – insbesondere im Jahr 2025. Schließlich wurde in den vergangenen Wochen und Monaten viel darüber geunkt, ob das sogenannte Arthouse-Kino tot ist. Filme kleinerer Verleiher haben keine Chance mehr gegen die großen Franchise-Produktionen der Traditionsstudios.

Selbst Indie-Darling A24 musste das erleben – und landete trotz Dwayne Johnson in der Hauptrolle mit „The Smashing Machine“ eine Bruchlandung. Regie führte dabei Benny Safdie. Dessen Bruder Josh Safdie steckt jetzt hinter „Marty Supreme“ – und nicht wenige befürchteten einen weiteren Flop. Doch „Marty Supreme“ ist nicht nur verdammt gut (dazu später in diesem Artikel noch mehr), sondern hat Timothée Chalamet! Der brachte A24 jetzt nicht nur zurück auf die Erfolgsspur, sondern bescherte dem Studio den zweitbesten Kinostart der eigenen Geschichte (hinter „Civil War“).

Kino-Mega-Star Timothée Chalamet

Im Gegensatz zu Dwayne Johnson bei „The Smashing Machine“ gelang es Timothée Chalamet seine Fans zum Kinobesuch für „Marty Supreme“ zu bringen – und man muss deswegen wohl ohne Zweifel feststellen, dass der junge „Dune“-Hauptdarsteller aktuell der größere Kino-Star ist. Laut Untersuchungen ging rund die Hälfte des bisherigen US-Kinopublikums nur wegen Chalamet in „Marty Supreme“. Der hatte im Vorfeld mächtig die Werbetrommel gerührt – auch mit einigen für Aufsehen sorgenden Stunts und Aussagen. 65 % des Kinopublikums war zudem 35 Jahre oder jünger – auch das ist bei einem in den 1950er-Jahren angesiedelten Sport-Drama über Tischtennis dem Hauptdarsteller zuzuschreiben.

Das Branchenmagazin Variety kürte Chalamet jetzt sogar zum „Kinokassen-Weihnachts-König“. Denn schließlich ist es nicht das erste Jahr, dass man beim Kinobesuch rund um die Feiertage nicht an dem wandelbaren Superstar vorbeikommt. 2023 machte er „Wonka“ zum Erfolg, 2024 lief das Bob-Dylan-Biopic „Like A Complete Unknown“ ebenfalls weit über den Erwartungen an Weihnachten in den US-Lichtspielhäusern an. Und 2026 könnte er diese Serie fortschreiben – mit einem Konkurrenzkampf, der jetzt schon für Schlagzeilen sorgt.

Mit Chalamet im Rücken: „Dune 3“ vs. „Avengers 5“

Denn am 18. Dezember 2026 starten nach derzeitiger Planung sowohl „Dune 3“ als auch „Avengers 5: Doomsday“ in den US-Kinos. Und das ist kein neues Barbenheimer, wo sich die Neustarts „Barbie“ und „Oppenheimer“ mit unterschiedlichen Zielgruppen gegenseitig befeuerten. Das ist eine harte Konkurrenz, in der beide Filme um ein sehr ähnliches Publikum buhlen. Viele – auch wir – gingen davon aus, dass ein Film (und zwar „Dune 3“) noch weichen wird. Mit den aktuell in den Kinos laufenden Teaser-Trailern zu „Avengers 5“ mit einem klaren Countdown hat Disney Fakten geschaffen. Hier ist eine Verschiebung ohne außergewöhnliche Umstände nicht mehr möglich.

Doch auch Warner scheint nicht klein beizugeben. Die Hollywood-Insider Jeff Sneider und Matt Belloni berichteten beide zuletzt unabhängig voneinander, dass Warner momentan nicht plane, den Termin zu verschieben. Man habe das Datum zuerst angekündigt und denke gar nicht daran, jetzt plötzlich klein beizugeben, habe man von Quellen innerhalb des Studios vernommen. Es ist – gerade in Verbindung mit einer großen Festival-Premiere – zwar noch denkbar, dass sich das ändert, aber aktuell scheint es auf ein großes Duell zuzusteuern.

25 Millionen Dollar für neuen Action-Thriller: Timothée Chalamet stellt Gehalts-Rekord auf

Dass Warner so optimistisch ist, dürfte auch mit „Dune 3“-Hauptdarsteller Timothée Chalamet zusammenhängen. Nicht wenige gehen davon aus, dass seine Zugkraft in Verbindung mit der Marke „Dune“, den prominenten Co-Stars und der Qualität der vorherigen Filme es selbst mit dem Comeback von Robert Downey Jr. aufnehmen kann – zumal das Marvel-Universum strauchelt.

Bevor Timothée Chalamet ein drittes Mal als Paul Atreides in der „Dune“-Reihe zu sehen ist, wird er in den kommenden Wochen weiter die Werbetrommel für „Marty Supreme“ rühren. Schließlich geht es nicht nur darum, dass starke Startwochenende zu bestätigen und sich selbst vielleicht einen Oscar als Bester Hauptdarsteller zu bescheren, sondern auch international einen Erfolg zu landen. Hierzulande kommt „Marty Supreme“ nach derzeitiger Planung erst am 26. Februar 2026 in die Kinos – und dieses Datum solltet ihr euch jetzt schon vormerken.

5 Sterne von FILMSTARTS: Das ist „Marty Supreme“

Timothée Chalamet spielt in „Marty Supreme“ den jungen Tischtennisspieler Marty Mauser, der im New York des Jahres 1952 beweisen will, dass er der Weltbeste in seinem Sport ist – und man mit dem Geld verdienen kann. Doch Geld ist erst mal das Problem. Denn er hat keins und muss sich die nötige Summe ergaunern, um es zur Weltmeisterschaft in Japan zu schaffen…

Wie schon Joshs Safdies (noch gemeinsam mit seinem Bruder) inszenierten vorherigen Filme ist „Marty Supreme“ ein adrenalingetriebener Rausch mit einer obsessiv-irrlichternden Figur im Mittelpunkt. Timothée Chalamet spielt diese „auf einem völlig neuen Level“, wie es in unserer FILMSTARTS-Kritik heißt. In dieser gibt es die seltene Höchstwertung von 5 Sternen, denn „Marty Supreme“ ist ein fiebriges, nervenzerrendes Meisterwerk voller chaotischer Energie und doch meisterhaft kontrolliert.

Zum Abschluss dieses Artikels haben wir auch noch den englischen Originaltrailer zum Film für euch: