In Neubrandenburg ist alles vorbereitet für die Silvesternacht. Ab 18 Uhr werden am Mittwoch, 31. Dezember, beide Freiwillige Feuerwehren aus der Vier-Tore-Stadt eine „Wachbereitschaft“ einrichten, erläutert Stadtsprecherin Anja Seugling auf eine entsprechende Nordkurier-Anfrage.
Feuerwehr soll schnell reagieren können
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Neben dem Löschzug der Berufsfeuerwehr, der aus 19 Personen besteht, seien dann zusätzlich 35 Kameraden im Einsatz, „um schnellstmöglich auf parallele Einsätze reagieren zu können“. Wie schon in den Jahren zuvor werde auch diesmal die Ausrückeordnung so angepasst, dass die Freiwillige Feuerwehr alleine zu Kleinbränden fährt. Zu Mittel- und Großbränden sowie zu angesprungenen Brandmeldeanlagen fahren die Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr laut Anja Seugling gemeinsam.
Beim Thema Rettungsdienst prüfe die Stadt gemeinsam mit dem Landkreis, ob der zweite Rettungswagen am 31. Dezember im 24-Stunden-Dienst eingesetzt werden soll, „um auch hier entsprechend auf erhöhtes Aufkommen vorbereitet zu sein“.
Explizit städtische Beschränkungen gebe es mit Blick auf das Feuerwerk in diesem Jahr nicht. Es gelten die bestehenden Regelungen des Sprengstoffgesetzes, in dem es unter anderem heißt, dass Feuerwerk nicht „in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie besonders brandempfindlichen Gebäuden oder Anlagen“ abgebrannt werden darf.
Über 35 Brände in der vergangenen Silvesternacht
Auch heißt es dort, dass pyrotechnische Gegenstände der Kategorie 2, also beispielsweise das klassische Silvesterfeuerwerk, am 31. Dezember und am 1. Januar nur von Personen abgebrannt werden dürfen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben.
Ebenfalls weist Anja Seugling auf das MV-Brandschutzgesetz hin. Dort heißt es in Paragraf 22 unter anderem, dass jeder die Pflicht habe, „sich so zu verhalten, dass Brände verhindert werden und entstandene Brände schnell bekämpft werden können“. Die Einhaltung der Regelungen wird von der Stadt Neubrandenburg „dringend empfohlen“. Im vergangenen Jahr mussten die Feuerwehr und die Polizei im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg laut Polizeiangaben zu über 35 Bränden ausrücken. In den meisten Fällen hätten Mülltonnen gebrannt, alle Brände seien jedoch schnell gelöscht worden.
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Wie schon im vergangenen Jahr wird es in Neubrandenburg „keine städtische Silvesterparty“ geben, mehrere vergleichsweise kleine Veranstaltungen finden jedoch statt. So startet beispielsweise um 18 Uhr die Silvester-Nacht im Scala-Club, ab 19 Uhr wird zudem im Güterbahnhof gefeiert, ab 22 Uhr außerdem im Colosseum. Im Kulturpark können Interessierte zudem ab 8 Uhr am Silvesterlauf teilnehmen.