Kiel. Wie wir ins neue Jahr kommen und was uns Anfang Januar im Raum Kiel erwartet, lässt sich zumindest in puncto Wetter schon relativ sicher prognostizieren. „Es wird sehr wechselhaft“, sagt Meteorologe Sebastian Wache vom Kieler Wetterdienst Wetterwelt. An Silvester rechnet er mit Niederschlägen und in der Silvesternacht mit viel Wind. „Es wird also ein relativ ungemütlicher Start ins neue Jahr.“ Positiv ausgedrückt: In den kommenden Tagen zeigt sich die Sonne immer mal wieder. Und auch der Ausblick Richtung Wochenende ist möglicherweise für viele tröstlich, denn der Winter kommt und mit ihm der Schnee.

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„Zurzeit sitzen wir in Kiel zwischen den Stühlen“, meint der Meteorologe. Östlich von uns liege ein Tiefdruckgebiet namens Roman und westlich das Hochdruckgebiet Karen, das recht milde Luftmassen vom Atlantik bringt. Die milden Temperaturen bleiben bis zum Neujahrstag, doch die trockenen Phasen würden weniger, da sich das Hoch etwas zurückzieht.

Silvestertag endet mit Wind und Schauern

Spätestens am Silvestertag werde ein Tiefdruckgebiet aus Skandinavien an Einfluss gewinnen, sagt Wache voraus. Damit kommt auch der Regen. Sollte sich der Tiefausläufer schon in der Nacht auf den 31. Dezember durchsetzen und die Nachtluft ausreichend kühl sein, rechnet Wache mit etwas Schnee. Doch die Freude über eine gezuckerte Landschaft dürfte kurz sein: „Der Schnee taut schnell wieder weg, weil der Silvestertag mild wird. Im Laufe des Tages nimmt der Wind zu.“

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Die Silvesterfeierlichkeiten sollten die Kieler und Kielerinnen dann besser nach drinnen verlegen. Denn der Meteorologe erwartet Schauer, Temperaturen von drei, vier Grad (gefühlt kälter) und kräftigen Westwind. Im Schnitt Windstärken von vier bis fünf mit Böen der Stärke sechs bis sieben. Also Achtung beim Abfeuern von Raketen.

Winterlicher wird es ab 2. Januar

Der Start ins neue Jahr ist „tiefdruckgeprägt“, wie es Wache formuliert. Die ersten zwei, drei Tage bestimmt ein Tief namens Sandro aus Norwegen das Geschehen. Gefolgt von weiteren Tiefdruckgebieten, die über der Ostsee und im südskandinavischen Raum um sich selbst kreisen. Weil sie einander im Windfeld stören, bringen sie wenig Wind, sorgen aber eben für kalte Luft aus Skandinavien.

„Ich sehe gute Chancen, dass wir ab dem 2., spätestens ab dem 3. Januar hin und wieder Schneeflocken sehen werden. Eventuell auch mal kräftigeren Schnee. Die Temperaturen werden tagsüber auch nicht höher als ein, zwei Grad. Es wird also winterlicher.“

KN