Vier KSC-Spieler standen bei der Darts-WM in London im Fokus. Einer kommentiert live, einer schlägt einen Weltmeister, einer scheitert am Wunderkind – mitten im Trubel des „Ally Pally“.

Zwei Männer stehen lächelnd nebeneinander vor einer Wand mit großem Riesenradmotiv im Hintergrund.

Abteilungsleiter Florian Flickinger (links) ist mit einer Delegation der KSC-Darter nach London geflogen. Und hat dort unter anderem den amtierenden Weltmeister Luke Littler getroffen.

Foto: Patrick Klingelhöfer

  • Vier ehemalige oder aktive KSC-Darts-Spieler nahmen an der WM im Londoner Alexandra Palace teil.
  • Lukas Wenig erreichte erstmals die WM, verlor jedoch knapp gegen den späteren Price-Bezwinger Plaisier.
  • Arno Merk sorgte für Überraschungen und scheiterte erst in Runde drei an Michael van Gerwen.
  • Mensur Suljovic unterlag dem Ausnahmetalent Luke Littler in einem hochkarätigen Spiel klar mit 0:4.

Diese Zusammenfassung wurde von einer KI erstellt und redaktionell geprüft.

Auf der hell erleuchteten Bühne im Alexandra Palace fliegen die Pfeile. Die Darts-Profis sind hoch konzentriert. Dahinter, im Dunkeln, gleicht die Halle einem Tollhaus: Schlümpfe, Super Mario und der Weihnachtsmann heben gemeinsam die Bierkrüge.

Wie in den Vorjahren sind es verrückte Bilder bei der Darts-Weltmeisterschaft in London. Mittendrin: der Karlsruher SC. Auch die Pfeilewerfer des KSC waren und sind Teil des legendären Kampfs um den Titel und das Rekord-Preisgeld von einer Million Pfund.

KSC-Spieler Marijanovic ist die deutsche Darts-Stimme

In diesem Jahr haben es nämlich gleich vier Spieler mit blau-weißer Vita zum Turnier geschafft. Während Arno Merk den KSC im Sommer verlassen hat, sind Lukas Wenig und Mensur Suljovic aktuell Spieler der Wildpark-Darter – genauso wie Robert Marijanovic.

Der 45-Jährige ist jedoch nicht als Spieler dabei, sondern als Fernsehkommentator. Der Darts-Experte versorgt die Zuschauer auf Sport1 gleichsam fachkundig und unterhaltsam mit den wichtigsten Informationen – während die anderen ihre eigenen Geschichten schreiben.

Lukas Wenig krönt sein Darts-Jahr mit seiner ersten WM-Teilnahme. Es ist eine Erfahrung, die trotz des Erstrunden-Aus noch lange in Erinnerung bleibt. Gegner Wesley Plaisier erschien schlagbar. Doch der Niederländer besiegte nicht nur Wenig mit 3:1 nach Sätzen, sondern fegte danach noch Ex-Weltmeister Gerwyn Price mit 3:0 aus dem Turnier.

Rückblickend ist Wenigs Auftritt somit einer, auf den er stolz sein kann. KSC-Darts-Abteilungsleiter Florian Flickinger sagt: „Wenn du eine ruhige Atmosphäre gewohnt bist und auf einmal ist da diese Lautstärke – das ist schwer. Lukas hat es gut gemacht.“

Gegen fast jeden anderen hätte Mensurs Leistung gereicht.

Florian Flickinger

KSC-Darts-Chef über Mensur Suljovics Duell gegen Luke Littler

Besser lief es bei Arno Merk. Der überraschte bei der WM. Die Nummer 163 der Weltrangliste (Stand: 23. November 2025) warf zunächst den erfahrenen Belgier Kim Huybrechts raus.

In der zweiten Runde machte er es deutlich: 3:0 gegen den zweifachen Weltmeister Peter Wright. Erst der Weltranglistendritte Michael van Gerwen konnte den Ex-Karlsruher stoppen: 4:1.

Der Engländer Luke Littler (links) schüttelt dem Österreicher Mensur Suljovic die Hand, nachdem er Suljovic besiegt hat.

Handshake mit dem Supertalent: Der KSC-Spieler Mensur Suljovic (rechts) gratuliert dem amtierenden Darts-Weltmeister Luke Littler nach dessen Sieg.

Foto: Steven Paston/dpa

Die größte Aufgabe wartete jedoch auf Mensur Suljovic. Der für Österreich startende Serbe steht seit 2023 für den KSC vor der Scheibe. Schon vor Beginn seiner insgesamt 18. Weltmeisterschaft war klar: Schafft er es in die dritte Runde, trifft er dort höchstwahrscheinlich auf das 18-jährige Darts-Wunderkind Luke Littler.

Nach zwei Siegen von Suljovic war es am vergangenen Wochenende tatsächlich soweit. Statt Bundesliga gegen DC LaBamba aus Bad Windsheim hieß es nun Weltmeisterschaft gegen Luke „The Nuke“. Die Nummer eins der Welt. Suljovics Spiel des Jahres.

Die KSC-Kumpels Florian Flickinger und Patrick Klingelhöfer waren dafür extra nach London gereist. Und Suljovic spielte stark. Doch der Titelverteidiger zeigte sein bisher bestes WM-Spiel: 4:0 für Littler. Flickinger meint: „Gegen fast jeden anderen hätte Mensurs Leistung gereicht.“

Obwohl die Spieler des KSC in der heißen Phase des WM-Turniers nicht dabei sind, überzeugten sie – ob auf oder wie Marijanovic neben der Bühne. Und der „Ally Pally“ bekam dieses Jahr einen blau-weißen Stempel aufgedrückt.

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