Wer auch nach Weihnachten nicht genug von Glühwein und Bratwürsten hat, kann noch bis 30. Dezember das Winterland vor der Augsburger City-Galerie besuchen. Der Weihnachtsmarkt mit Hüttenflair läuft erfolgreich, sagt Betreiber Helmut Wiedemann. An den Wochenenden bilden sich vor der Party-Hütte Schlangen und auch die Doppelbockalm, die Firmen für Weihnachtsfeiern buchen können, war regelmäßig ausgebucht. Dabei fing es einst klein an.

Seit 15 Jahren gehört das Winterland vor der City-Galerie zum vorweihnachtlichen Stadtbild. Was heute an den Wochenenden dicht gefüllt ist, begann einst überschaubar. „Wir sind ganz klein gestartet. Da hat eine Hütte mit Essen und Getränken am ganzen Tag 250 oder 300 Euro Umsatz gemacht“, erinnert sich Wiedemann. Heute sei davon nichts mehr zu spüren – auch wenn die Fläche gleich blieb. „Der Platz ist nicht größer geworden, aber wir nutzen jeden Zentimeter.“

Die Eisstockbahnen kommen bei Firmen und Gruppen gut an

Verändert hat sich über die Jahre vieles. Eine Eisbahn gehört nicht mehr dazu. Die Besucher hätten das Kunsteis nicht angenommen. „Richtiges Eis ist extrem teuer. Dann müsste der Glühwein 15 Euro kosten – das macht keiner mit“, sagt Wiedemann. Stattdessen setzt das Winterland auf Eisstockbahnen, die besonders bei Firmen und größeren Gruppen gut ankommen. Parallel dazu ist die Geländenutzung Stück für Stück dichter und effizienter geworden. „Ich sitze ab Juli nächtelang da, zeichne und schiebe Hütten hin und her. Das sind manchmal Millimeter.“

Das Bierstadl ist bei den Besuchern beliebt. An den Wochenenden bilden sich vor der Hütte lange Schlangen.

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Das Bierstadl ist bei den Besuchern beliebt. An den Wochenenden bilden sich vor der Hütte lange Schlangen.
Foto: Anna Kondratenko

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Das Bierstadl ist bei den Besuchern beliebt. An den Wochenenden bilden sich vor der Hütte lange Schlangen.
Foto: Anna Kondratenko

Ein prägendes Element ist der Bierstadl, die Party- und Après-Ski-Hütte mit DJ. Hier wurde in dieser Saison ein Reservierungssystem eingeführt. Nicht alles lief reibungslos. „Da haben wir gelernt. Das müssen wir nächstes Jahr besser organisieren“, sagt Wiedemann. Gleichzeitig wertet er den Andrang als Bestätigung. „Wenn Leute bereit sind, ein oder zwei Stunden zu warten, nur um reinzukommen, dann zeigt das, dass wir einiges richtig gemacht haben.“

Die Doppelbockalm ist zumeist ausgebucht

In der Doppelbockalm finden vor allem Weihnachtsfeiern statt.

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In der Doppelbockalm finden vor allem Weihnachtsfeiern statt.
Foto: Anna Kondratenko

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In der Doppelbockalm finden vor allem Weihnachtsfeiern statt.
Foto: Anna Kondratenko

Gefragt sei auch die Doppelbockalm, die für geschlossene Gesellschaften genutzt wird. Weihnachtsfeiern sind dort oft lange im Voraus ausgebucht. Langfristig kann Wiedemann, der bei der Kommunalwahl nächstes Jahr für die Bürgervereinigung „Wir sind Augsburg“ als OB-Kandidat antritt, sich vorstellen, die Hütte auch für die Öffentlichkeit zu öffnen.

In dieser Saison verzeichnet das Winterland stabile Zahlen. Zwar werde etwas bewusster konsumiert. Das werde aber durch die hohe Besucherzahl ausgeglichen. Besonders der Familientag am Sonntag mit Vergünstigungen werde gut angenommen. Für die Zukunft gibt es Ideen: eine Überdachung des Außenbereichs, eine neue Platzierung der Eisstockbahnen und erstmals eine Silvesterfeier.

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