Als 21. EU-Mitgliedstaat führt Bulgarien am Donnerstag den Euro als Landeswährung ein. Das Land, das seit 2007 Mitglied der EU ist, hatte 2020 gemeinsam mit Kroatien den Beitritt zum Euroraum begonnen. Kroatien übernahm die einheitliche Währung bereits 2023.
Mehrere Regierungen in Bulgarien hatten sich in den vergangenen Jahren für den Wechsel von der bisherigen Währung Lew zum Euro eingesetzt. Befürworter sehen im Euro Vorteile für die Wirtschaft. Außerdem solle der Schritt die Verbindungen zum Westen stärken und Bulgarien gegen den Einfluss Russlands absichern.
In der 6,4-Millionen-Einwohner-Nation am Schwarzen Meer ist die Skepsis gegenüber der neuen Währung groß. So zeigt eine aktuelle Umfrage der EU-Kommission, dass 49 Prozent der Bulgaren den Euro ablehnen. Sie befürchten Preissteigerungen, besonders in ländlichen Regionen.
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