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Sandro Wagner wurde Anfang Dezember als Cheftrainer des FC Augsburg entlassen. Die Vertragsauflösung brachte ihm wohl eine saftige Abfindung ein.
Augsburg – Das könnte ein kostspieliges Experiment für den FC Augsburg gewesen sein. Sandro Wagner, der ehemalige Co-Trainer von Bundestrainer Julian Nagelsmann, wurde Anfang Dezember als Coach des Bundesligisten entlassen. Sportlich war es für Wagner eine bittere Erfahrung – finanziell hingegen gibt es einen lukrativen Trostpreis.
Seine Entlassung beim FC Augsburg bringt Sandro Wagner wohl eine Millionenabfindung ein. © IMAGO / foto2press
Nach nur 153 Tagen und zwölf Bundesliga-Spielen wurde der 38-Jährige am 1. Dezember von seinen Aufgaben entbunden. Wagner kam im Sommer mit hohen Erwartungen zum FCA, gab dafür seinen Posten beim DFB auf und sollte die Fuggerstädter auf ein neues Level heben. Doch nach einem mageren Punkteschnitt von 0,93 Zählern aus 14 Partien zogen die Verantwortlichen die Reißleine – und müssen ihren Ex-Trainer für die Vertragsauflösung auch noch teuer bezahlen.
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Laut Informationen der Bild soll Wagner eine Abfindung von satten drei Millionen Euro erhalten. Die astronomische Summe ergibt sich aus seinem bis 2028 laufenden Vertrag, der eine Exit-Klausel enthalten haben soll. Bei einem geschätzten Jahresgehalt von rund 1,6 Millionen Euro bedeutet das für Wagner umgerechnet etwa 19.600 Euro pro Tag seiner kurzen Amtszeit. Ein lukratives Ende einer Zusammenarbeit, die nie richtig in Fahrt kam.
Für den FC Augsburg wird Wagners Engagement zu einer der teuersten Fehlentscheidungen der Vereinsgeschichte. Die Millionenabfindung belastet das Budget erheblich, zumal der abstiegsbedrohte Klub im Winter-Transferfenster eigentlich neue Spieler holen wollte, um im neuen Jahr den Abstiegskampf zu meistern.
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Immerhin braucht der FCA vorerst kein Geld für die Suche nach einem neuen Trainer. Nachdem Manuel Baum die Mannschaft nach der Wagner-Entlassung interimsweise in vier Spielen bis zur Winterpause stabilisiert hatte, soll der 46-Jährige die Mannschaft nun weiter bis zum kommenden Sommer trainieren. Erst dann steht die Suche nach einem Nachfolger an und Baum kehrt auf seinen ursprünglichen Posten als „Leiter Entwicklung- und Fußballinnovation“ zurück.
Wie es unterdessen für Sandro Wagner als Trainer weitergeht, ist noch offen. Berichten zufolge will der frühere Stürmer zunächst offenbar kein neues Jobangebot annehmen und stattdessen Kraft tanken und die Zeit als FCA-Trainer aufarbeiten. Eine Rückkehr zum DFB ist derzeit auch keine Option. (LuHa)