– Am 2. Januar 1945 war der schwärzeste Tag für Nürnberg: Ein britischer Bombenangriff verheerte die weltberühmte Altstadt. Die Altstadtfreunde erinnern daran mit einem Rundgang.

Die Altstadtfreunde erinnern am Freitag, 2. Januar 2026 mit einem Rundgang an den Jahrestag der weitgehenden Zerstörung der Nürnberger Altstadt. Die Führungen finden von 10 bis 15 Uhr im Stundentakt statt, teilte der Verein mit. Diese dauern jeweils etwa 60 Minuten und beginnen an der Brücke vor dem Tiergärtnertor.

Der Bombenangriff des 2. Januar 1945 war der schwärzeste Tag für die Nürnberger Altstadt. Er war nicht der erste und nicht der schwerste Angriff auf Nürnberg, aber der mit Abstand verheerendste. Danach blieb von der weltberühmten Nürnberger Altstadt nur noch ein Trümmerhaufen übrig. Um 19.20 Uhr fielen die ersten Bomben und um 21.40 Uhr wurde Entwarnung gegeben. Am Ende zählte man 1.794 Tote, es wurden 4.553 Wohngebäude vernichtet. Die Löscharbeiten dauerten bis zum 10. Januar. Weitere fünf Großangriffe folgten bis Kriegsende.

Der Rundgang führt durch das Burgviertel, das im Vergleich mit anderen Teilen der Altstadt noch am glimpflichsten davonkam. Er beschäftigt sich nicht nur mit dem, was unwiederbringlich verloren ist, sondern auch mit den Themen Luftschutzmaßnahmen, Bergung von Kulturgütern und Wiederherstellung kriegsbeschädigter Gebäude. So hat zum Beispiel das Dürerhaus die Bombenangriffe glimpflich überstanden, da die Hausmeisterin den Brand des Gebäudes löschen konnte. Ähnlich verhält es sich mit dem Fembohaus, das nur durch das beherzte Eingreifen städtischer Beamter gerettet wurde.

Betonwände schützten den Schönen Brunnen am Nürnberger Hauptmarkt vor dem Brand

Einzelne Gebäude zeigen die Kriegsschäden bis heute, was beispielsweise beim Haus zum Savoyischen Kreuz in der Winklerstraße 24 am Notdach erkennbar ist. Der hochaufragende Giebel war nach dem Krieg noch vorhanden, wurde dann aber aus Sicherheitsgründen abgetragen. Heute zeugen auf dem Hauptmarkt nur noch die Frauenkirche und der Schöne Brunnen von dem einstigen Glanz des Platzes. Ohne den Schutz durch starke Betonwände wären auch sie verlorengegangen.

Rundgänge am Freitag, 2. Januar 2026: „2. Januar 1945 – als die Altstadt unterging“. Führungen von 10 bis 15 Uhr im Stundentakt. Treffpunkt: Brücke vor dem Tiergärtnertor. Dauer: ca. 60 Minuten