Die Bundesregierung hat Sorgen angesichts des chinesischen Großmanövers rund um Taiwan geäußert. „Die Übungen erhöhen die
Spannungen und beeinträchtigen die Stabilität in der Straße von Taiwan“,
sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes. Die Bundesregierung sei besorgt.
Frieden und Stabilität in der
Straße von Taiwan seien von strategischer
Bedeutung für regionale und internationale
Sicherheit und Wohlstand, sagte der Sprecher weiter. „Jegliche Änderung des Status quo darf nur friedlich
und in gegenseitigem Einvernehmen erfolgen.“ Die Bundesregierung rufe zu Zurückhaltung und Dialog auf.
Die französische Regierung zeigte sich ebenfalls besorgt.
„Frankreich ruft alle Parteien auf, von jeglicher Eskalation
abzusehen“, hieß es in einer Mitteilung des Außenministeriums.
Militärmanöver soll Blockade simulieren
Die EU warf China vor, mit seiner Militärübung die internationale Stabilität zu gefährden und forderte, alle Handlungen zu vermeiden, die zu einer weiteren Eskalation der Spannungen führen
könnten. „Der Frieden und die Stabilität in der
Straße von Taiwan sind von strategischer Bedeutung
für die regionale und
globale Sicherheit und den Wohlstand“, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Dienstes
der EU. Auch sie rief zur Zurückhaltung auf.
Die am Montag gestartete
zweitägige Militärübung soll nach
chinesischen Angaben eine Blockade der wichtigsten Häfen Taiwans
und Angriffe auf maritime Ziele simulieren. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur
Xinhua fanden die Manöver in See- und Lufträumen an
fünf Orten rund um die Insel statt. Zum Einsatz kamen
demnach Zerstörer, Fregatten sowie Kampf- und Bomberflugzeuge.
Rüstungsvertrag zwischen USA und Taiwan in Milliardenhöhe
Das taiwanesische Verteidigungsministerium registrierte bis Dienstagmorgen mehr
als 130 Einsätze chinesischer Militärflugzeuge und Drohnen rund um die Insel. Demnach
wurden außerdem 14 chinesische Kriegsschiffe und acht weitere staatliche
Schiffe gezählt. Die taiwanesische Regierung bezeichnete das Manöver als „militärische Einschüchterung“ und warf China die „Missachtung internationaler Normen“ vor.
Das Großmanöver rund um das von China beanspruchte Taiwan
folgte auf die Bekanntgabe eines Rüstungsvertrags der USA mit Taiwan in Milliardenhöhe.
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