Der Clip geht durch die Decke, er wurde alleine bei Youtube bislang mehr als eine Million Mal aufgerufen. Das dürfte an dem witzigen Plot liegen, aber auch an den prominenten Darstellern. Man sieht, wie sich Hollywoodstar Brad Pitt im Luxushotel Caesars Palace in Las Vegas sein Auto aus der Garage chauffieren lässt. Das übernimmt in dem Spot ein Bediensteter, der im echten Leben hinter dem Steuer eines Formel-1-Boliden von Mercedes sitzt: George Russell. Mit entsprechend heißen Reifen fährt der PS-erprobte Page vor, dreht Extrarunden vor dem Hotel, bevor er sich von der Karosse trennen kann. Dann übergibt er an Pitt, der das Schauspiel lässig lächelnd verfolgt hat. Das Warten auf dieses Auto, so lautet die Botschaft, lohnt sich.

Der Clou ist, dass besagtes Auto, das 2026 in Serie gehen soll und um das sich alles dreht, in Affalterbach im Landkreis Ludwigsburg entwickelt wurde. Der Hollywoodstar braust am Ende des Videos in einem viertürigen Mercedes GT Coupé von AMG davon. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Affalterbach – und Brad Pitt als Markenbotschafter für das Auto-Modell aus dem Video gewinnen können. Mit dem Gastspiel in dem Clip feiert er gewissermaßen seine Premiere in dieser Rolle.

Brad Pitt und ein Besuch in Affalterbach

„Seine ausgewiesene Leidenschaft für leistungsstarke und emotionale Automobile macht ihn zum idealen Repräsentanten“, erklärt Mercedes-AMG Pressesprecherin Lena Kastner. Der Megastar werde künftig bei „diversen Events und Kommunikationsanlässen“ für das Unternehmen auftreten.

Viele Fans in Deutschland dürften angesichts dieser Worte hoffen, dass er vielleicht auch einmal am Firmensitz von AMG vorbeischaut. Ein Punkt, der möglicherweise sogar auf seiner To-do-Liste steht. Denn bislang hat Pitt Affalterbach noch keinen Besuch abgestattet, wie Lena Kastner sagt.

Im Gegensatz zu Gabriel Macht. Der durch die Serie „Suits“ berühmt gewordene Schauspieler zählt ebenfalls zu der Riege der AMG-Testimonials und war im Sommer neben anderen Hochkarätern wie der Sängerin Alicia Keys, Tennisikone Roger Federer und Fußballtorhüter Kevin Trapp bei der Weltpremiere des CONCEPT AMG GT XX in der Gemeinde am Apfelbach zu Gast.

Ein paar Monate später entstand der Clip in der Spielermetropole in den USA. „Im Vorfeld des Formel-1-Wochenendes in Las Vegas, genauer gesagt am 18. November, fand der Drehtag statt, bei dem Brad Pitt und George Russell persönlich anwesend waren“, berichtet Lena Kastner. Einen Tag darauf habe Russell abermals für Aufsehen gesorgt, „als er mit dem getarnten Prototypen durch das Fahrerlager fuhr, bevor dann am 22. November das eigentliche Rennen stattfand“.

E-Fahrzeug schafft mehr als 5000 Kilometer am Tag Mit einem Prototypen des elektrischen Fahrzeugs wurde in Las Vegas gedreht. 2026 soll das Modell in Serie gehen. Foto: Mercedes-Benz AG

Mit Details zu dem Flitzer, mit dem Russell zu dem vor dem Hotel wartenden Pitt kurvt, hält sich das Unternehmen noch zurück. Diese würden zu gegebener Zeit veröffentlicht, erklärt Kastner. Verraten könne sie aber, dass die Weltpremiere 2026 gefeiert werde. Kein Geheimnis macht der Konzern auch aus dem Grundprinzip für den neuartigen Antrieb: AMG setzt auf drei Axial-Fluss-Motoren und eine direktgekühlte Batterie. Damit knüpft das kommende Serienmodell an das elektrische Konzeptfahrzeug an, das im Sommer in Affalterbach präsentiert wurde. Axial-Fluss-Motoren böten gegenüber konventionellen Elektromotoren enorme Vorteile, verkündet die Edelautoschmiede. Sie seien „erheblich leistungsfähiger und dabei zugleich leichter und kompakter“.

Von Testfahrten werden wahre Wunderdinge berichtet. Innerhalb von 24 Stunden soll ein AMG-Elektrofahrzeug mit dieser Technologie fast 5500 Kilometer zurückgelegt und damit den bisherigen Weltrekord pulverisiert haben. In nur fünf Minuten lasse sich Energie für eine Reichweite von etwa 400 Kilometern nachladen, schreibt AMG in einer Pressemeldung.