Ein 65-jähriger Mann ist am zweiten Weihnachtsfeiertag im U-Bahnhof Hermannplatz in Berlin-Neukölln verstorben – und von einem Unbekannten bestohlen worden. Bislang deuten alle Hinweise auf eine natürliche Todesursache hin, wie ein Sprecher der Berliner Polizei auf Tagesspiegel-Anfrage sagte.

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Die Polizei wurde demnach gegen 0.40 Uhr alarmiert, weil der Mann auf einer Bank im U-Bahnhof zusammengebrochen war. Einsatzkräfte fanden ihn wenig später leblos vor. Vergeblich versuchten die Polizisten und Sanitäter eine Wiederbelebung. Schließlich stellte ein Notarzt den Tod des 65-Jährigen fest. 

Die mutmaßliche Todesursache des Mannes sei ein Herz-Kreislauf-Versagen, sagte der Polizeisprecher weiter. Medikamente, die später in der Wohnung des Mannes gefunden wurden, deuten demnach auf eine entsprechende Krankheitsgeschichte hin. Hinweise auf Fremdeinwirkung gebe es keine.

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Bilder einer Überwachungskamera zeigen, wie ein Unbekannter den Toten gegen 0.30 Uhr abtastete. Wie der RBB unter Bezug auf die Polizei berichtete, habe er dem Mann das Handy entwendet. Die Polizei ermittelt und versucht jetzt, die Identität des Täters mithilfe des Bildmaterials festzustellen.

Ob auch mithilfe der Bilder öffentlich gefahndet werde, sei derzeit bisher nicht klar, teilte ein Sprecher der Polizei dem Tagesspiegel auf Nachfrage mit. Zunächst müssten alle anderen Ermittlungswege genutzt werden, bevor ein Gericht eine entsprechende Fahndung beschließen könne. (Tsp)