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Seit dem Beginn des russischen Angriffs- und Vernichtungskrieges gegen die Ukraine vor fast vier Jahren versuchen zahlreiche europäische NATO- und EU-Staaten, ihre Streitkräfte über verschiedene Modelle personell aufzustocken. Das gilt unter anderem auch für das Vereinigte Königreich.

Wie das Verteidigungsministerium in London am 27. Dezember berichtet, planen die Streitkräfte für das kommende Jahr einen sogenannten „‚gap year‘ Foundation Scheme“, das heißt ein strukturiertes Programm für arbeitsplatzbasiertes Lernen zwischen zwei wichtigen Lebensabschnitten junger Menschen. Unter 25-jährige sollen so Erfahrungen im Militär sammeln und damit ihre Chancen im Berufsleben verbessern. Auf dem Lehrplan stehen Problemlösungen, Teamwork und Führungsfähigkeiten.


Junge britische Erwachsene sollen ab kommendem Jahr in die Streitkräfte hineinschnuppern können. (Foto: Gerd Portugall)

In einem ersten Anlauf sollen ab März 2026 rund 150 Teilnehmer für dieses Programm rekrutiert werden. Junge Menschen können dann für die Dauer eines Jahres eine vergütete Ausbildung in einer der drei Teilstreitkräften absolvieren. Insgesamt sollen so mehr als 1.000 junge Erwachsene erreicht werden.

Dieses Programm, so Verteidigungsminister John Healey MP, „ist Teil unserer Entschlossenheit, die Gesellschaft mit unseren Streitkräften zu verknüpfen und einen gesamtgesellschaftlichen Ansatz zur Verteidigung unserer Nation voranzutreiben.“ Louise Sandher-Jones MP, Parlamentarische Staatssekretärin für Veteranen und Personal, ergänzte: „Als Veteranin weiß ich, wie unbezahlbar wertvoll die Fähigkeiten und Erfahrungen nicht nur bei einer Laufbahn im Militär, sondern auch im zivilen Leben sind, die man beim Dienst in den Streitkräften macht.“

Gerd Portugall

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