Russland hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums zwei ‍weitere Ortschaften in der Ukraine eingenommen. Die russischen Truppen übernahmen demnach die Kontrolle über das Dorf Lukjaniwske in der Region Saporischschja ​und die Siedlung Bohuslawka in der Region Charkiw. Eine ‌unabhängige Überprüfung ​der Angaben war zunächst nicht möglich. (Quelle: Reuters)

Russlands Ex-Staatschef Dmitri Medwedew hat dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in einem mit Beleidigungen gespickten Text auf Telegram mit dem Tod gedroht. Selenskyj habe in seiner Weihnachtsansprache „einem Menschen“ – mutmaßlich Kremlchef Wladimir Putin – den Tod gewünscht, schrieb Medwedew auf Russisch in dem Post.

„Allen ist klar, dass er den Tod nicht nur ‚eines Menschen‘ wünscht, sondern unser aller und unseres Landes. Und er wünscht es nicht nur, er hat auch massive Angriffe befohlen“, behauptete der jetzige Vizechef des russischen Sicherheitsrates. „Ich werde hier nicht über seinen gewaltsamen Tod schreiben, obwohl gerade jetzt der Sensenmann dem Schuft oft im Nacken sitzt.“

Medwedew fügte hinzu, nach Selenskyjs baldigem Tod sollte dessen konservierter Leichnam „zu wissenschaftlichen Zwecken“ in der Kunstkammer in St. Petersburg gezeigt werden. In diesem Raritätenkabinett hatte Zar Peter I. im 18. Jahrhundert naturwissenschaftliche Objekte sammeln lassen, darunter viele Missbildungen. (Quelle: dpa)

Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat erklärt, Moskau halte die strategische Initiative im Krieg gegen die Ukraine. Der Westen müsse sich mit den „territorialen Realitäten“ abfinden, sagte Lawrow der Agentur RIA. Voraussetzung für ein Ende der Kämpfe sei ein Ende der Nato-Präsenz und ein neutraler, bündnisfreier Status der Ukraine. Zudem behauptete Lawrow, auch die USA gingen inzwischen davon aus, dass nach Ablauf des Mandats von Präsident Wolodymyr Selenskyj Neuwahlen nötig seien. (Quelle: Reuters)

Das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Florida endete ohne konkrete Ergebnisse. Trump stellte eine mögliche Einigung in Aussicht, machte den Zeitpunkt aber vom weiteren Verlauf der Gespräche abhängig. Selenskyj sprach von konstruktiven Gesprächen und kündigte weitere Treffen der Verhandlungsteams an. Offene Fragen bleiben vor allem die Kontrolle über den Donbass und das Atomkraftwerk Saporischschja. Selenskyj bat Trump zudem um langfristige Sicherheitsgarantien von bis zu 50 Jahren. Ein bisheriger Entwurf sieht lediglich Garantien über 15 Jahre vor.