Der Arbeitsnachweis der Bosse für das zweite Halbjahr 2025 kann sich sehen lassen. Mit einem runderneuerten Kader und einem neuen Trainer (Ole Werner/37) überwintert RB Leipzig auf Champions-League-Rang vier. Aber auch abseits des Platzes tut sich viel beim Bundesligisten.
Mitte Dezember wurde die neue Geschäftsstelle, die als modernste der Bundesliga gilt, feierlich eröffnet und ist künftig Arbeitsort von 300 Mitarbeitern. Satte 60 Mio. Euro hat sich RB die neue Machtzentrale kosten lassen.
Der Klub investierte in den letzten Jahren nicht nur in Beine, sondern auch in Steine: so kostete die Stadionsanierung 100 Mio. Euro, der Bau des Trainingszentrums 35 Mio. Euro plus die Erweiterung auf dem ehemaligen Gelände des BSV Schönau weitere 8 Mio. Euro.
In Summe wurden infrastrukturell also schon über 200 Mio. in Leipzig investiert. Finanziert worden sei alles, darauf legt der Klub Wert, aus normalen Darlehen beziehungsweise Einnahmen. Und nicht mit „geschenkter“ Kohle durch Hauptgesellschafter Red Bull. Auch nicht unwichtig in dem Zusammenhang: Im Jahr 2024 zahlte RB 107 Mio. Euro Steuern jährlich an Bund, Land und Kommune. Wie geht es jetzt weiter?
Stichwort Container-Haus am Cottaweg: Hier war zuletzt die Geschäftsstelle provisorisch untergebracht. Sie werden für das Conference-League-Finale am 27. Mai 2026 in Leipzig benötigt und da von der Uefa genutzt. Im Sommer 2026 werden sie abgebaut. Der große Wunsch ist es, den danebenliegenden kleinen Trainingsplatz Mitte 2027 zu drehen und zu einem vollwertigen Trainingsplatz zu vergrößern. Insgesamt dürfte das Investment bei mindestens 3 Mio. Euro liegen.

RB Leipzig hat das Trainingszentrum am Cottaweg erweitert. Es ist die Spielstätter für die U17
Foto: RB LEIPZIG
Stichwort Stadionhauptgebäude: Ab der Saison 2027/2028 soll eine technische Sanierung des Stadionhauptgebäudes im laufenden Betrieb erfolgen, also eine Modernisierung der Gebäudetechnik und -infrastruktur, auch um die Energieeffizienz zu steigern. Es wird keine Einschränkungen geben, die organisatorische Abläufe betrifft. So auch nicht 2029, wenn die Red-Bull-Arena einer der Spielorte für die Frauen-Heim-EM ist. Eine zweistellige Millionen-Summe soll dafür aufgewendet werden.
Nach VAR-Check: Bundesliga-Star fliegt vom Platz
Quelle: Sportdigital30.12.2025
Stichwort Kleinmesse-Gelände: Anfang des Jahres soll es eine verbindliche Aussage seitens der Stadt geben, ob eine Ersatzfläche für einen städtischen Festplatz gefunden worden ist. Damit kann dann der Erbbaupachtvertrag und die damit zeitlich befristete Duldung der Kleinmesse-Ausrichtung realisiert werden. Klappt das nicht, könnte es schon 2026 keine Kleinmesse mehr am Cottaweg geben. RB Leipzig hat bei der Suche unterstützt, die konkrete Umsetzung liegt nun aber bei der Stadt.