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Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Russland bombardiert Odessa. Putins Öl-Wirtschaft kassiert Gegenangriff. Der News-Ticker.
Update, 7:29 Uhr: Mehrere europäische Staaten haben offenbar Pläne für die Absicherung eines möglichen Waffenstillstands in der Ukraine ausgearbeitet. In den ersten sechs Monaten könnten „10.000 bis 15.000“ Soldaten aus europäischen Staaten entsandt werden, zitierte die Welt aus Diplomatenkreisen in Brüssel. Dem Bericht zufolge sind vor allem Frankreich und Großbritannien bereit, sogenannte robuste Sicherheitsgarantien abzugeben und notfalls auch ohne ein Mandat der Vereinten Nationen oder der Europäischen Union an der Überwachung eines möglichen Waffenstillstands zu beteiligen, hieß es. Eine deutsche Beteiligung wurde in dem Bericht nicht erwähnt.
Ukraine-Krieg aktuell: Russland greift Odessa an
Update, 31. Dezember, 6:05 Uhr: Die Ukraine und Russland haben sich in der Nacht wieder gegenseitig mit Raketen angegriffen. Die russische Armee bombardierte vor allem die Region Odessa am Schwarzen Meer mit zahlreichen Drohnen. Dabei seien zwei mehrstöckige Wohngebäude und die Infrastruktur getroffen und beschädigt worden, vier Menschen, unter ihnen drei Kinder, seien verletzt worden, teilte die Militärverwaltung auf Telegram laut ukrainischen Medien mit. Unterdessen griff die Ukraine Medienberichten zufolge in der südrussischen Region Krasnodar eine Ölraffinerie im Hafen Tuapse am Schwarzen Meer an. Auch aus der Region um Moskau wurden Einschläge gemeldet.
Ukraine-News: Saudi-Arabien erwägt Einstieg in ukrainisches Rüstungsunternehmen
Update, 20:29 Uhr: Die Vereinigten Arabischen Emirate erwägen laut BBC Ukraine einen Einstieg beim ukrainischen Rüstungsunternehmen „Fire Point“. Vertrauliche Quellen der Zeitung innerhalb des Unternehmens behaupteten, der VAE-Staatsfonds EDGE plane den Erwerb einer rund 30-prozentigen Beteiligung im Wert von etwa 760 Millionen US-Dollar. Fire Point soll die entsprechenden Unterlagen bereits bei den Kartellbehörden eingereicht haben.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Selenskyj sieht Teile vom Ukraine-Frieden in finalen Schritten – Massiver Stromausfall nahe Moskau
Update, 19:52 Uhr: In einer Online-Pressekonferenz gab der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj laut der ukrainischen Nachrichtenseite Ukrainska Pravda an, einige Dokumente aus den Verhandlungen zum Ukraine-Frieden seien bereits im Januar 2026 bereit zum Unterzeichnen. Nun komme es auf die „Bereitschaft“ der Vertragsparteien an. Selenskyj nannte keine Details dazu, welche Dokumente gemeint sind.
In den Dokumenten zum wirtschaftlichen Wiederaufbau der Ukraine nach Kriegsende stehe für US-Präsident Donald Trump wohl der Jobmarkt an erster Stelle, so Selenskyj weiter. In den USA wünsche man sich wohl, das Gehalt zu verdreifachen. Laut Angaben des ukrainischen Präsidenten in der Online-Pressekonferenz soll Trump der Ukraine weitere Luftverteidigungssysteme versprochen haben.
Update, 19:31 Uhr: Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums habe Russland zwischen 16 und 20 Uhr Moskauer Zeit insgesamt 109 ukrainische Drohnen abgefangen. Der Großteil der Drohnen sei demnach in der westlich gelegenen Region Brjansk zerstört worden. Auch aus der Region Moskau wurden mehrere Abschüsse gemeldet. Laut dem russischen Telegram-Nachrichtenkanal Astra kam es dort infolge eines Unfalls in einem regionalen Umspannwerk zu einem Stromausfall, nachdem eine Stromschiene durchgebrannt war – mehr als 100.000 Menschen sollen betroffen gewesen sein. Von einem Zusammenhang mit mutmaßlichen Drohnenflügen ist bisher nicht die Rede.
Treffen der „Koalition der Willigen“ zum Ukraine-Krieg geplant – „Notwendig“, meint Selenskyj
Update, 17:04 Uhr: Am 6. Januar soll ein Treffen der sogenannten Koalition der Willigen und der Ukraine stattfinden. Das gab der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der Online-Plattform X bekannt. Zunächst solle am 3. Januar ein Treffen der nationalen Sicherheitsberater stattfinden. Am 6. Januar dann das Treffen auf Ebene der Staats- und Regierungschefs in Frankreich. „Diese Treffen sind notwendig“, schrieb Selenskyj. Er dankte in seinem Post zudem US-Präsident Donald Trump „für seine Bereitschaft, sich an allen effektiven Formaten zu beteiligen“. Teams der USA und der Ukraine hätten heute erneut in Kontakt gestanden.
Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte zuvor für Anfang Januar ein Treffen der Koalition der Willigen in Paris angekündigt. Dabei solle der „konkrete Beitrag jedes Einzelnen“ zu den Sicherheitsgarantien für Kiew nach Ende des Ukraine-Kriegs festgelegt werden, erklärte Macron auf X. Zur Koalition der Willigen zählen rund 30 Staaten.
Update, 16:02 Uhr: Die ukrainischen Streitkräfte haben im Ukraine-Krieg nach eigenen Angaben eine russische Drohnenlagerstätte am Flughafen Donezk im russisch besetzten Gebiet angegriffen. Das meldete der Kommandeur der ukrainischen Unmanned Systems Forces, Robert Brovdi am Dienstag. Der ukrainische Angriff traf demnach einen Logistik-Hub für Drohnen, Lagerhäuser mit Kampfeinheiten, Drohnenlager, ein Vorflug-Ausbildungszentrum und einen Standort, an dem militärisches und technisches Personal untergebracht war, berichtete Brovdi laut Kyiv Independent.
Ukraine-Krieg aktuell: Wo bleiben Kreml-Beweise für angebliche Attacke auf Putin-Villa?
Update, 15:20 Uhr: Wo bleiben Beweise des Kreml, dass die Ukraine tatsächlich versucht hat, eine Residenz von Putin zu attackieren? Aus bisherigen Mitteilungen des russischen Militärs lässt sich der Angriff nicht genau herauslesen. Das Verteidigungsministerium in Moskau sprach am Montagmorgen erst von 89 ukrainischen Drohnen, die über verschiedenen Regionen abgefangen worden seien – davon 18 über dem Gebiet Nowgorod, wo sich die Villa befindet. Später wurde der Abschuss von 23 weiteren Drohnen über dem Gebiet ergänzt.
Die russische Internetplattform Sota verweist darauf, dass Bewohnern in der Region kein Flugabwehrfeuer gehört hätten. Laut dem US-Institut für Kriegsstudien (ISW) fehlen die sonst bei Drohnenangriffen üblichen Internet-Berichte über Drohnenteile oder Brände. „Die Umstände dieses angeblichen Angriffs entsprechen nicht dem beobachteten Muster von Beweisen, wenn ukrainische Streitkräfte Angriffe auf Russland durchführen“, heißt es.
Ukraine-Krieg aktuell: Emotionale Reaktionen nach angeblicher Attacke auf Putin-Villa
Update, 14:22 Uhr: Mehrere Staatschefs haben sich im Wirbel einer angeblichen Attacke auf Putins Residenz auf die Seite Russlands gestellt. „Ich bin zutiefst besorgt über die Berichte über den Angriff auf die Residenz des Präsidenten der Russischen Föderation“, schreibt der indische Premier Modi auf X. Der Premierminister von Pakistan schreibt von einem „abscheulichen Akt“ und bekundete seine Solidarität mit Putin. Kasachstan und Usbekistan veruteilten die angebliche Attacke auf die Residenz ebenfalls.
„Donald Trumps Friedensverhandlungen scheinen gescheitert zu sein“, bilanziert das ukrainische Portal Kyiv Independent aktuell zum Ukraine-Krieg. Das Ende des Ringens um ein Kriegsende drohe. Trump scheine Putin Glauben zu schenken, ohne Beweise zu fordern.
Russlands Präsident Wladimir Putin behauptet eine Drohnenattacke der Ukraine auf eine seiner Privatresidenzen. Unterdessen ordnete er neue massive Luftangriffe auf die Ukraine an. © Mikhail Metzel/AFPUkraine-Krieg aktuell: Merz fordert im Friedensprozess Transparenz von Russland
Update, 14 Uhr: „Heute nochmal Abstimmungsrunde mit den europäischen und kanadischen Partnern des Berlin-Formats. Wir treiben den Friedensprozess voran“, schreibt Bundeskanzler Friedrich Merz zu den laufenden Ukraine-Verhandlungen auf X. „Jetzt braucht es Transparenz und Ehrlichkeit von allen – auch von Russland.“ Merz meint damit wohl auch die unbewiesenen russischen Vorwürfe eines Drohnenangriffs der Ukraine auf eine Residenz Putins.
Ukraine-Krieg aktuell: Russland feuert Raketen auf Wohnhäuser in Saporischschja
Update, 13:10 Uhr: Die russische Armee hat heute Morgen die ukrainische Großstadt Saporischschja massiv angegriffen und dabei Infrastruktur und mehrere Wohngebäude zerstört. Die Rettungskräfte seien aktuell im Einsatz, berichter Kiew Post. In der südukrainischen Stadt Odessa gab es in der Nacht ebenfalls Explosionen. „Die Stadt wird angegriffen! Begeben Sie sich in Sicherheit“, schrieb Serhij Lysak, Leiter der Militärverwaltung von Odessa, in der Nacht auf Telegram.
Russland bisher ohne Beweise für angeblichen Angriff auf Putin-Villa
Update, 12:43 Uhr: Mehr als 24 Stunden sind seit dem angeblichen ukrainischen Drohnenangriff auf eine Residenz Putin vergangen und noch fehlen Beweise dafür. „Russland hat noch keine plausiblen Belege zur Untermauerung seiner Vorwürfe geliefert, wonach die Ukraine die Residenz Putins angegriffen habe“, erklärte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha in einer Onlinebotschaft. Er betonte, „dass kein Angriff dieser Art stattgefunden hat“. Kreml-Sprecher Peskow teilte unterdessen mit, es brauche keinen Beleg für „solch einen massiven Drohnenangriff“. Der Putin-Sprecher warnte: „Die Konsequenzen werden sich in einer Verhärtung der Verhandlungsposition der Russischen Föderation niederschlagen.“
Ukraine-Krieg aktuell: Neue Verhandlungen der Europäer laufen
Update, 12 Uhr: Europäische Staats- und Regierungschefs beraten aktuell erneut über den Ukraine-Krieg. Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk nimmt seit 11.00 Uhr „an einem weiteren Gespräch europäischer Führer zum Thema Ukraine“ teil, teilte sein Sprecher Adam Szlapka im Onlinedienst X mit. Thema dürfte der von Russland behauptete ukrainische Angriff auf eine Residenz von Putin sein. Zudem sind Gebietsabtretungen an Russland noch immer ein Streitpunkt im Friedensplan für die Ukraine, über den Trump und Selenskyj am Sonntag in Mar-a-Lago verhandelt haben.
Krude Trump-These nach angeblicher Attacke auf Putin-Residenz
Update, 10:50 Uhr: Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hat den angeblichen ukrainischen Drohnenangriff auf Putins Residenz in der Region Nowgorod als Attacke gegen Donald Trump bezeichnet. Der Angriff sei nicht nur gegen Wladimir Putin gerichtet gewesen, sondern auch gegen den US-Präsidenten und dessen aktuelle Friedensbemühungen im Ukraine-Krieg, sagte der Sprecher des Kreml. „Das ist ein Terrorakt, der darauf abzielt, den Verhandlungsprozess zu sabotieren“, sagte Peskow der russischen Zeitung Kommersant. „Er richtet sich auch gegen Trump“. Den „vertrauenswollen Dialog“ zwischen Putin und Trump könne der von Russland behauptete ukrainische Amgriff aber nicht zerstören.
Ukraine-Krieg aktuell: Russlands Verluste an der Front 2025 stark gestiegen
Update, 9:50 Uhr: Die Verluste Russland im Ukraine-Krieg haben sich aktuell offenbar verschärft. Eine neue BBC-Analyse zeigt einen Anstieg um 40 Prozent in den vergangenen zehn Monaten – das sei der stärkste Anstieg an gefallenen Soldaten seit Beginn des Ukraine-Kriegs. Fast 160.000 namentlich bestätigte Todesfälle auf russischer Seite wurden dokumentiert, die tatsächliche Zahl könnte bei bis zu 352.000 liegen. Besonders stark gestiegen sind die russischen Opferzahlen demnach unter sogenannten „Freiwilligen“, die seit Kriegsbeginn Verträge unterzeichneten. Ihr Anteil an den Todesfällen stieg von 15 auf 33 Prozent.
Heftiger Angriff auf Kiew: Die Bilder der Zerstörung
Fotostrecke ansehenUkraine-Krieg aktuell: Russland mit hohen Verlusten an der Front
Update, 8:15 Uhr: Kiew hat aktuelle Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Nach Angaben des Generalstabs haben die russischen Streitkräfte binnen 24 Stunden etwa 1220 Soldaten verloren. Insgesamt sind demnach bereits mehr als 1,2 Millionen russische Soldaten im Kampf getötet oder schwer verwundet worden. Weitere Zahlen zu Verlusten Russlands im Ukraine-Krieg im Überblick, die Daten lassen sich unabhängig nicht überprüfen:
- Soldaten: 1.206.910 (+1220 zum Vortag)
- Drohnen: 96.932 (+400)
- Artilleriesysteme: 35.589 (+19)
- Panzer: 11.477 (+5)
Update, 7:05 Uhr: Auch Dmitri Medwedew hat nun auf den angeblichen Angriff auf eine Putin-Residenz reagiert. Der frühere russische Präsident und stellvertretende Vorsitzende des nationalen Sicherheitsrates schrieb auf der Plattform X, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sich nun für den Rest seines Lebens verstecken müsse. Selenskyj versuche, eine Einigung zur Beendigung des Konflikts zu verhindern. „Er will Krieg“, behauptete Medwedew. Selenskyj dagegen betont immer wieder, dass sein Land wie kein anderes nach Frieden strebe.
Ukraine-Krieg aktuell: Attacke auf Putin-Residenz? Donald Trump „sehr wütend“ – Kritik aus eigenem Lager
Update, 5:55 Uhr: Donald Trump wird für seine Aussagen zum angeblichen Angriff auf eine Putin-Resisenz aus dem eigenen Lager kritisiert. Der republikanische Kongressabgeordnete Don Bacon, ein ehemaliger Luftwaffen-General und Mitglied im Verteidigungsausschuss, schrieb auf der Plattform X: „Präsident Trump und sein Team sollten sich zunächst über die Fakten informieren, bevor sie Schuldzuweisungen vornehmen. Putin ist bekannt dafür, dass er unverhohlen lügt.“
Update, 30. Dezember, 5:00 Uhr: Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat sich zur Lage im Ukraine-Krieg geäußert. Der Westen müsse verstehen, dass Russland die strategische Initiative in der Ukraine innehabe und sich mit den territorialen Realitäten vor Ort abfinden, sagte Lawrow der Agentur RIA. Eine Einigung zur Beendigung der Kämpfe setze zudem ein Ende der NATO-Präsenz in der Ukraine voraus. Das Land müsse einen neutralen, bündnisfreien Status annehmen. Lawrow sagt darüber hinaus, die USA unterstützten nun die allen klar gewordene Auffassung, dass mit dem Auslaufen des Mandats des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj Neuwahlen erforderlich seien.
Ukraine-Krieg aktuell: Trump kritisiert angeblichen Angriff der Ukraine auf Putin-Residenz
Update, 20:30 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat den angeblichen Angriff der Ukraine auf eine Residenz des russischen Staatschefs Wladimir Putin kritisiert. Angesichts der derzeit laufenden Gespräche über eine Beendigung des Kriegs in der Ukraine sei es „nicht der richtige Zeitpunkt“ für einen solchen Angriff, sagte Trump am Montag zu Journalisten auf seinem Privatanwesen Mar-a-Lago in Florida.
„Es ist eine Sache, offensiv zu sein, weil sie offensiv sind. Es ist eine andere Sache, sein Haus anzugreifen. Es ist nicht der richtige Zeitpunkt, um so etwas zu tun“, sagte Trump. Putin selbst habe ihn in einem Telefonat darüber informiert, „dass er angegriffen wurde. Das ist nicht gut“, betonte der US-Präsident und fügte hinzu, er sei „sehr wütend darüber“.
Update, 17:03 Uhr: US-Präsident Donald Trump und Kreml-Chef Wladimir Putin haben vor kurzem ein „positives“ Telefongespräch über die Ukraine durchgeführt. Das schreibt die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, im Kurznachrichtendienst X.
Update, 16:47 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Behauptungen Russlands über einen ukrainischen Angriff auf Wladimir Putins Residenz in Nowgorod dementiert. „Das ist eine Lüge“, sagte Selenskyj laut ukrainischen Medien. Damit wolle Russland einen Vorwand für Angriffe gegen Regierungsgebäude in Kiew haben. Diese Angriffe würden derzeit vorbereitet werden. Zudem sagte Selenskyj, Russland wolle die Fortschritte zwischen den USA und der Ukraine bei Friedensgesprächen bremsen.
Ukraine-Krieg aktuell: Russland behauptet ukrainischen Angriff auf Putins Palast
Update, 16:35 Uhr: Die Ukraine hat in der Nacht vom Montag offenbar die Residenz des Kreml-Chefs Wladimir Putin in der Region Nowgorod angegriffen. Dies verkündete der russische Außenminister Sergej Lawrow. Demnach wurden bei dem Angriff Drohnen eingesetzt. Russland habe insgesamt 91 Drohnen zerstört. Es habe keine Schäden gegeben. Lawrow warf der Ukraine vor, „endgültig zum Staatsterror übergegangen“ zu sein. Wegen des Angriffs werde Russland die Verhandlungsposition bei Friedensgesprächen erneut evaluieren, sagte Lawrow. Man habe jedoch nicht vor, sich aus den Verhandlungen zurückzuziehen. Außerdem sagte er, man habe bereits Ziele in der Ukraine für eine Antwort auf den Angriff auf Putins Residenz festgelegt.
Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Ukrainische Einheit meldet weiter Kontrolle über Norden von Pokrowsk
Update, 14:30 Uhr: Die aktuelle Lage an der Front im Ukraine-Krieg: Nach Angaben einer ukrainischen Einheit kontrollieren ukrainische Streitkräfte weiterhin den nördlichen Teil von Pokrowks. Die russische Armee habe versucht, die ukrainische Verteidigungslinie zu durchbrechen, berichtet der 7. Schnellreaktionskorps der Ukraine laut Kyiv Independent. Auch habe Russland die Operationen westlich der Stadt intensiviert – ukrainische Truppen hätten sie jedoch gestoppt.
Aktuelle Gespräche im Ukraine-Krieg: Zwei Fragen laut Selenskyj weiter ungelöst
Update, 12:49 Uhr: Nach den Ukraine-Gesprächen am Wochenende sind nach Angaben des ukrainischen Präsidenten die Fragen über die Kontrolle über den Donbass und das Atomkraftwerk Saporischschja weiter ungelöst. Die Gespräche über eine freie Wirtschaftszone im Donbass liefen weiter, sagte Wolodymyr Selenskyj laut Reuters-Bericht am Montag vor Journalisten. Russland fordert unterdessen von der Ukraine den Abzug ihrer Truppen aus dem von ihr noch kontrollierten Teil des Donbass.
Aktuelle Ukraine-Gespräche: Selenskyj pocht auf US-Sicherheitsgarantien für „30, 40, 50 Jahre“
Update, 11:35 Uhr: Unstimmigkeiten über die Dauer von US-Sicherheitsgarantien nach Ende des Ukraine-Kriegs: Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten haben die USA der Ukraine „starke“ Sicherheitsgarantien für einen Zeitraum von 15 Jahren mit Möglichkeit zur Verlängerung angeboten. „Ich wollte wirklich, dass diese Garantien länger sind“, sagte Wolodymyr Selenskyj laut Bericht der Nachrichtenagentur AFP bei einer digitalen Pressekonferenz am Montag. Bei dem Treffen am Sonntag habe er gegenüber Trump erklärt, dass Kiew „die Möglichkeit von 30, 40, 50 Jahren in Betracht ziehen“ möchte. Der US-Präsident habe entgegnet, er würde über den Vorschlag nachdenken.
Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Keine konkreten Ergebnisse bei Treffen zwischen Trump und Selenskyj
Erstmeldung: Palm Beach – Das mit Spannung erwartete Treffen von US-Präsident Donald Trump mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Florida ist ohne greifbare Ergebnisse zu Ende gegangen. Auf die Frage, wann ein Abkommen für ein Ende des Ukraine-Kriegs möglich sei, sagte Trump bei der gemeinsamen Pressekonferenz: „Wenn es wirklich gut läuft, vielleicht in ein paar Wochen. Und wenn es schlechter läuft, länger. Und wenn es wirklich schlecht läuft, dann wird es nicht passieren.“
Russland war als entscheidender Akteur für ein Ende des Ukraine-Kriegs an den Verhandlungen nicht beteiligt. Trump telefonierte zwar vor seinem Selenskyj-Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin, aber erkennbare Fortschritte in Richtung Frieden gab es dabei nicht. Putin hatte zuvor auch öffentlich erklärt, dass Moskau seine Kriegsziele auch auf dem Schlachtfeld erreichen könne, wenn Selenskyj die Forderungen Moskaus ablehne.
Ukraine-Krieg aktuell: Trump-Selenskyj-Treffen ohne konkrete Ergebnisse
Einer der zentralsten Streitpunkte zwischen der Ukraine und Russland bleibt weiterhin ungelöst: der Status des Donbass, der die ostukrainischen Regionen Donezk und Luhansk umfasst. Trump, der die Ukraine früher bereits selbst zum Gebietsverzicht aufgerufen hatte, sprach von einer „schwierigen Frage“. Bei seinem Gespräch mit Putin dürfte auch dieser Punkt Thema gewesen sein. Details nannte Trump aber nicht.
Konkret geht es um jene Regionen im Gebiet Donezk, die Kiew bisher kontrolliert und Moskau nicht erobern konnte, aber für sich beansprucht. Selenskyj hatte stets abgelehnt, für einen Moskauer Diktatfrieden die 30 Prozent Territorium aufzugeben. Als Kompromiss ist Russland allenfalls bereit zuzugestehen, dass statt Soldaten in dem Gebiet die Nationalgarde und die Polizei die Kontrolle übernehmen. Die russische Nationalgarde ist allerdings auch militärisch organisiert.
Lage im Ukraine-Krieg aktuell: Kiews Verbündete treffen sich Anfang Januar in Paris
Selenskyj und Trump sprachen auch per Videoschalte mit mehreren europäischen Staats- und Regierungschefs, darunter Kanzler Friedrich Merz (CDU), der britische Premier Keir Starmer, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen. Die deutsche Politikerin schrieb danach bei X, es sei ein gutes, einstündiges Gespräch gewesen. „Es wurden gute Fortschritte erzielt, die wir begrüßen.“ Europa sei bereit, die Zusammenarbeit mit der Ukraine und den USA fortzusetzen, um diese Fortschritte zu festigen.
Macron bestätigte später auf X: „Wir machen Fortschritte bei den Sicherheitsgarantien.“ Hintergrund ist die ukrainische Forderung, dass die USA als Schutzmacht die Ukraine nach einem Waffenstillstand vor künftigen russischen Angriffen abschirmen. Anfang Januar werde zudem die sogenannte Koalition der Willigen in Paris zusammenkommen, „um die konkreten Beiträge jedes einzelnen Landes endgültig festzulegen“, schrieb Macron weiter. (Quellen: dpa, AFP, Reuters) (cs)